Schwierig zu beurteilen
Der Autor Woody Brown ist ein nicht-sprechender Autist, der lediglich über eine Buchstabentafel kommuniziert. Zusammen mit seiner Mutter hat er auf diese Weise College-Abschüsse gemacht und dieses Buch geschrieben.
Das Buch besteht aus Episoden über unterschiedliche Menschen, einige sind Neurodivers, anders arbeiten in der Tagesstätte, in der sie gemeinsam den Tag verbringen. Dieser Ort ist ziemlich heruntergekommen und die Angestellten haben bis hin zum Leiter keine entsprechende Ausbildung oder Erfahrung.
Die Erzählperspektiven wechseln immer wieder. So berichtet der Autist Walter, der wohl dem Autor entspricht, in der Ich-Form, ebenso ist es bei der empathische Aushilfe, die Studentin Ann. Was ich mich da frage, ist: es ist sehr schwierig sich in einen neurodivers denkenden Menschen hineinzuversetzen, aber wie schwierig muss es dann andersherum sein? Oder anders: kann eine Mansch autistisch sein, wenn er die Empfindungen anderer nachempfinden kann?
Hier gibt es viele Menschen über die berichtet wir, am Rande geht es um die Eltern, insbesondere um Walters Mutter, die ihre Arbeit aufgibt, um dem Sohn einen Schulabschluss zu ermöglichen. Aber auch um Jorges Mutter, die ihre Verantwortung an die Tageseinrichtung weitergibt und die den Sohn aufgegeben hat.
Es wird von einer Kassiererin berichtet, die die Gruppe Behinderter beim wöchentlichen Besuch des Kaufhauses beobachtet und sich überlegt eine Ausbildung zu machen, um in dem Heim arbeiten zu können. Carlos arbeitet als ungeschulter Betreuer und er schafft es ohne verbale Kommunikation eine Verbindung zu den Betreuten aufzubauen. Leider kennt sich Dave, der Leiter der Einrichtung, nur in der Verwaltung aus, er kümmert sich meist um die Finanzen.
Der Einblick in die Denkweise eines Autisten hat mich sehr bewegt, ebenso die fehlende Förderung durch die Einrichtung oder die Familien. Das die einzelnen Stränge keinen Zusammenhang hat und keine durchgehende Geschichte erzählt wurde, gefiel ir ebenso wenig wie die dramatische Entwicklung zum Schluss.
Selten habe ich ein Buch so wenig einschätzen können, wie dieses. Das Lesen lohnt sich aber auf jeden Fall.
Das Buch besteht aus Episoden über unterschiedliche Menschen, einige sind Neurodivers, anders arbeiten in der Tagesstätte, in der sie gemeinsam den Tag verbringen. Dieser Ort ist ziemlich heruntergekommen und die Angestellten haben bis hin zum Leiter keine entsprechende Ausbildung oder Erfahrung.
Die Erzählperspektiven wechseln immer wieder. So berichtet der Autist Walter, der wohl dem Autor entspricht, in der Ich-Form, ebenso ist es bei der empathische Aushilfe, die Studentin Ann. Was ich mich da frage, ist: es ist sehr schwierig sich in einen neurodivers denkenden Menschen hineinzuversetzen, aber wie schwierig muss es dann andersherum sein? Oder anders: kann eine Mansch autistisch sein, wenn er die Empfindungen anderer nachempfinden kann?
Hier gibt es viele Menschen über die berichtet wir, am Rande geht es um die Eltern, insbesondere um Walters Mutter, die ihre Arbeit aufgibt, um dem Sohn einen Schulabschluss zu ermöglichen. Aber auch um Jorges Mutter, die ihre Verantwortung an die Tageseinrichtung weitergibt und die den Sohn aufgegeben hat.
Es wird von einer Kassiererin berichtet, die die Gruppe Behinderter beim wöchentlichen Besuch des Kaufhauses beobachtet und sich überlegt eine Ausbildung zu machen, um in dem Heim arbeiten zu können. Carlos arbeitet als ungeschulter Betreuer und er schafft es ohne verbale Kommunikation eine Verbindung zu den Betreuten aufzubauen. Leider kennt sich Dave, der Leiter der Einrichtung, nur in der Verwaltung aus, er kümmert sich meist um die Finanzen.
Der Einblick in die Denkweise eines Autisten hat mich sehr bewegt, ebenso die fehlende Förderung durch die Einrichtung oder die Familien. Das die einzelnen Stränge keinen Zusammenhang hat und keine durchgehende Geschichte erzählt wurde, gefiel ir ebenso wenig wie die dramatische Entwicklung zum Schluss.
Selten habe ich ein Buch so wenig einschätzen können, wie dieses. Das Lesen lohnt sich aber auf jeden Fall.