Tief berührend

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theresa86 Avatar

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"Ich konnte diesen Klub des Schweigens nicht angehören, ich weigerte mich, ich konnte die Geschichten erzählen, die sich hinter den Kulissen abspielten." - So beschreibt der Protagonist Walter wie er den nicht-sprechenden Menschen in seiner Umgebung eine Stimme gibt und thematisiert dabei auch immer wieder andere Formen der Kommunikation. Einige Kapitel zeigen die Perspektive der Mitarbeitenden der Tagesstätte für Menschen mit Behinderung. So zum Beispiel Carlos: "Achtundzwanzig behinderte Erwachsene, die ihr Leben inmitten von schäbiger Langeweile verbrachten, entsprachen für Carlos der Verschwendung von achtundzwanzig prachtvollen Galaxien. Er stellte sich seine Leute als wirbelnde Massen aus Licht und Potential vor." Ich war immer wieder berührt, von diesem Potential und wie die Episoden in dem Buch es sichtbar machen. Genaue Beobachtungsgabe und echte Hingabe ermöglichen andere Wege der Kommunikation und Verbindung.
Leider habe ich im Anschluss recherchiert und festgestellt, dass es eine nachvollziehbare Kontroverse zur Urheberschaft des Buches gibt. So ist der fikitve Teil des Buches wahrscheinlich deutlich höher, als die vermeintlich autobiografischen Hintergründe, aber es handelt sich ja auch um einen Roman und kein Sachbuch. Die unterschiedlichen Perspektiven der Charaktere hallen dennoch nach.