Woodys Welt
Der Autor von „Ein ganz normales Wunder“ Woody Brown ist ein nicht-sprechender autistischer Absolvent der University of California. Sein Roman gilt zu Recht als ein literarisches Ereignis.
Im Zentrum steht eine Tagesstätte für Menschen mit Behinderung in Kalifornien. Hier begegnen sich Schicksale, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist Carlos, der Pfleger mit dem unerschütterlichen Optimismus, und der junge Tom, der sich wortlos nach einer Liebe verzehrt, die unerreichbar scheint. Und da ist Walter, der nach einem schweren Schicksalsschlag versucht, die Scherben seines Lebens wieder zusammenzusetzen.
Woody Browns schreibt mit einer einfühlsamen Beobachtungsgabe. Er gibt Einblick wie es in Autisten aussieht. Welche Gedanken sie bewegen. Wir sehen ja nur das Außen und urteilen. Mich hat dieser Roman sehr berührt. Ich habe die Hilflosigkeit und das Ausgeliefert sein, die Aussichtlosigkeit ihrer Träume zu verwirklichen oder auch nur ein richtiges Gespräch zu führen schmerzlich gespürt. Ich habe es genossen, wie Tom auf seine eigene Art Witze machte, die ihm Vergnügen machten.
Ein ganz besonderer Mensch ist Woody Mutter. Eine starke Frau, die für ihren Sohn das Beste herausgeholt hat.
Der wichtigste Satz war für mich: Jeder dieser Menschen wird von jemanden geliebt.
Fazit: Ein Buch voller Wärme und Menschlichkeit