Wundervoller Debütroman

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Woody Brown beschreibt in seinem Debütroman Ein ganz normales Wunder eindrucksvoll und feinfühlig das Zusammenleben in einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung. Als nicht-sprechender Autist, der nach seinem MFA an der Columbia University über eine Buchstabentafel kommuniziert, verleiht er seinen Figuren eine außergewöhnliche Authentizität.

Brown gelingt es hervorragend, die Erzählweise an die jeweilige Figur anzupassen und fließend zwischen der Ich-Perspektive und der personalen Perspektive zu wechseln. Trotz der ernsten Thematik bleibt der Sprachstil durch fein dosierten Humor leicht und angenehm zu lesen.

​Das Buch berührt, öffnet die Augen und räumt mit dem Vorurteil auf, dass fehlende Lautsprache mit fehlendem Verständnis gleichzusetzen sei. Es macht deutlich, dass die größte Hürde oft in unserer eigenen Ungeduld liegt. Durch die vielschichtigen Einblicke in Themen wie Inklusion, Vorurteile und echte Kommunikation eignet sich der Roman auch wunderbar als Bereicherung für den Unterricht.