Überzeugt mich nicht
Julie Orringer hat mit „ Ein guter Charakter“ eine Geschichte geschrieben, von der ich nicht so recht weiß, was ich von ihr halten soll. Dava, ehemalige Professorin für Literatur an einer Uni im mittleren Westen, ist mittlerweile an Alzheimer erkrankt und lebt in einem Pflegeheim. Ihr Mann, Barr, ist im gemeinsamen Haus verblieben, in dem er nun alleine lebt. Seine ehemalige Studentin Evie arbeitet für ihn. Gleichzeitig liest er ihr Manuskript zu einem Roman. Und dann gibt es noch die Geliebte seiner Frau, Svetlana, die im Leben von Dava immer noch eine Rolle spielt. Sie besucht sie regelmäßig im Pflegeheim und man hat den Eindruck, dass diese Besuche Dava mehr Freude bereiten als die ihres Ehemannes.
Barr ist ein Charakter, mit dem ich nicht warm werde. Er hat ein Manuskript seiner Frau für sein eigenes ausgegeben und sonnt sich in dem Erfolg dieses Buches. Er zeigt kein Schuldbewusstsein, denn er hat dieses Buch herausgegeben, nachdem seine Frau ins Pflegeheim gezogen ist. Das macht ihn mir unglaublich unsympathisch. Auf der anderen Seite ist er ein mitfühlende Mensch, der sich große Gedanken darum macht, ob er einen Hund aus dem Tierheim zu sich holen soll oder nicht. Das ist eine anrührende Seite an ihm. Seine Assistentin Evie ist erst 24 Jahre alt, Barr findet sie sexuell attraktiv und beginnt, ihr nachzustellen. Das ist ein weiterer Punkt, der ihn mir sehr unsympathisch macht.
Die Schilderungen des Lebens von Dava im Pflegeheim und die Rückblicke auf ihr früheres Leben berühren mich dagegen sehr.
Dieses Buch lässt mich mit ambivalenten Leser eindrücken zurück.
Barr ist ein Charakter, mit dem ich nicht warm werde. Er hat ein Manuskript seiner Frau für sein eigenes ausgegeben und sonnt sich in dem Erfolg dieses Buches. Er zeigt kein Schuldbewusstsein, denn er hat dieses Buch herausgegeben, nachdem seine Frau ins Pflegeheim gezogen ist. Das macht ihn mir unglaublich unsympathisch. Auf der anderen Seite ist er ein mitfühlende Mensch, der sich große Gedanken darum macht, ob er einen Hund aus dem Tierheim zu sich holen soll oder nicht. Das ist eine anrührende Seite an ihm. Seine Assistentin Evie ist erst 24 Jahre alt, Barr findet sie sexuell attraktiv und beginnt, ihr nachzustellen. Das ist ein weiterer Punkt, der ihn mir sehr unsympathisch macht.
Die Schilderungen des Lebens von Dava im Pflegeheim und die Rückblicke auf ihr früheres Leben berühren mich dagegen sehr.
Dieses Buch lässt mich mit ambivalenten Leser eindrücken zurück.