Der letzte Wunsch

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petris Avatar

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Claire leidet seit vielen Jahren an Krebs. Es gab gute und schlechtere Zeiten. Aber jetzt ist es klar. Sie wird sterben. Eliot, ihr Mann seit 40 Jahren war immer an ihrer Seite, hat sie gepflegt, war bei ihr, hat vieles übernommen.
Und auch jetzt ist er zwar traurig, aber bereit. Bereit, bis zum Ende für sie da zu sein. Doch Claire hat einen Wunsch. Sie möchte die letzte Zeit umgeben von ihren Freundinnen Holly und Michelle verbringen. Eliot hofft, dass sie diese Idee vergisst. Aber am Ende gesteht er ihr diesen Wunsch zu und zieht ins Haus von Holly, während die Freundinnen bei ihr einziehen.
Eliot ist verletzt, gekränkt und traurig. Er lässt ihre Ehe Revue passieren und zieht manches in Zweifel. Und denkt immer wieder darüber nach, ob es ein Fehler war, ihr diesen Wunsch zu gewähren.
Ob es bei dieser Entscheidung bleibt, wie die Freundinnen Claire beim Sterben begleiten, wie es den Kindern von Eliot und Claire damit geht. Das alles wird in diesem Roman erzählt.
Sterben ist kein einfaches Thema und doch sind wir alle vom Thema Abschied und Krankheit betroffen, die eine mehr, die andere weniger.
Was mir hier sehr gefallen hat, ist, wie ehrlich und unaufgeregt erzählt wird. Weder werden Krankheit und Tod romantisiert, noch werden sie extra brutal dargestellt. Und auch die vielen, oft widersprüchlichen Gefühle, werden thematisiert, ohne daraus heroische, kalenderspruchartige Erkenntnisse zu formulieren.
An Krebs zu sterben ist nicht schön und romantisch, aber es gibt auch diese schönen, intensiven Momente. Und kein Mensch kann in diesem fordernden Prozess nur liebevoll, geduldig und immer richtig agieren.
Die Frage bleibt: Darf sich ein:e Sterbende:r alles wünschen? Welche Wünsche sind unerhört oder legitim?
Sehr berührend, sehr einfühlsam erzählt. Ich mochte den Roman sehr.