Ein Lebensende, ein Wunsch, viele Gefühle, ein fehlendes Gespräch
Das Buch "Ein unerhörter Wunsch" ist für mich ein besonderer Fall: Mit keiner der Figuren bin ich auf den knapp mehr als 300 Seiten warm geworden und dennoch wollte ich wissen, wie es weitergeht und was Eliot unternimmt, um in den letzten Wochen ihres Lebens bei seiner Frau zu sein. Innerlich habe ich mich oft über die Figuren und ihre Handlungen aufgeregt und war richtig wütend. Doch man muss auch bedenken: Alle Figuren befinden sich in einer Ausnahmesituation: Sie begleiten eine Frau beim Sterben oder - im Falle von Claire - bereiten sich aufs Sterben vor.
Doch worum geht es überhaupt? Claire ist unheilbar an Krebs erkrankt. Das letztes Stadium hat begonnen. Ihr Ehemann Eliot pflegt sie zu Hause, wo sie auch ihre zwei Kinder groß gezogen haben. Claire äußert wenige Monate vor Ihrem Tod den Wunsch, die letzte Zeit mit ihren zwei langjährigen Freundinnen Holly und Michelle zu verbringen. Eliot fühlt sich vor den Kopf gestoßen, erfüllt ihr aber ihren Wunsch.
Autorin Ann Packer erzählt die Geschichte aus Eliots Perspektive. Die Leserinnen und Leser bekommen seinen Frust, seine Machtlosigkeit und seine Eifersucht zu spüren, aber auch seine Liebe zu seiner Frau. All diese Gefühle bringt Ann Packer gut rüber, insbesondere seinen Zwiespalt: Auf der einen Seite sein Pflichtgefühl, Claire ihren letzten Wunsch zu erfüllen, auf der anderen Seite seinen eigenen Wunsch, bis zum Schluss bei ihr zu sein.
Eher schwammig bleiben die Gründe für Claires Wunsch, ihren Mann nicht dauerhaft bei sich haben zu wollen. Immerhin geht es so weit, dass die Freundinnen ins Haus einziehen und Eliot auszieht. Ein großer Einschnitt und mit jedem Kapitel habe ich mich gefragt, warum sich Claire und Eliot nicht einfach die Zeit für ein Gespräch nehmen. Auch ein intensives Gespräch mit den Freundinnen bleibt es aus, obwohl es - aus meiner Perspektive - durchaus Möglichkeiten gegeben hätte, eine gemeinsame Lösung zu finden. Stattdessen intensive Gefühle, die auch die Hässlichkeit menschlicher Eifersucht zeigen. Mir ist schon klar, dass eine Geschichte einen bestimmten Verlauf braucht mit einem Höhepunkt. Dennoch ist es für mich nicht schlüssig, warum es kein klärendes Gespräch gab. Es bleibt auch hier zu sagen: All das passiert in einem Ausnahmezustand für alle Beteiligten.
Die Freundinnen Holly und Michelle hinterlassen einen gemischten Eindruck. Auf der einen Seite scheint ihre Freundschaft zu Claire aufrichtig und wichtig zu sein, auf der anderen Seite zeigen sie Eliot häufig die kalte Schauer und scheinen sich nicht immer in seine Lage hineinversetzen zu können. Zwischenenmenschliche "Fehler" werden jedenfalls auf beiden Seiten gemacht.
Die beiden Kinder von Eliot und Claire kommen immer mal wieder vor. Der Sohn spielt aufgrund eines Streits mit seinem Vater eine etwas größere Rolle, da der Streit und das dort Gesagte immer mal im Laufe des Buches aufgegriffen wird. Insgesamt sind sie aber keine entscheidenen Figuren und bleiben auch eher blass.
Sehr eindrücklich erzählt ist das Leiden von Claire, sowohl körperlich als auch seelisch. Es wirft jedenfalls Fragen über die Vorstellungen des eigenen Ablebens auf.
"Ein unerhörter Wunsch" ist keine leichte Kost und für mich als Leserin waren die Handlungen der Figuren an vielen Stellen nicht schlüssig. Ich würde es nicht nochmal zur Hand nehmen und lesen.
Doch worum geht es überhaupt? Claire ist unheilbar an Krebs erkrankt. Das letztes Stadium hat begonnen. Ihr Ehemann Eliot pflegt sie zu Hause, wo sie auch ihre zwei Kinder groß gezogen haben. Claire äußert wenige Monate vor Ihrem Tod den Wunsch, die letzte Zeit mit ihren zwei langjährigen Freundinnen Holly und Michelle zu verbringen. Eliot fühlt sich vor den Kopf gestoßen, erfüllt ihr aber ihren Wunsch.
Autorin Ann Packer erzählt die Geschichte aus Eliots Perspektive. Die Leserinnen und Leser bekommen seinen Frust, seine Machtlosigkeit und seine Eifersucht zu spüren, aber auch seine Liebe zu seiner Frau. All diese Gefühle bringt Ann Packer gut rüber, insbesondere seinen Zwiespalt: Auf der einen Seite sein Pflichtgefühl, Claire ihren letzten Wunsch zu erfüllen, auf der anderen Seite seinen eigenen Wunsch, bis zum Schluss bei ihr zu sein.
Eher schwammig bleiben die Gründe für Claires Wunsch, ihren Mann nicht dauerhaft bei sich haben zu wollen. Immerhin geht es so weit, dass die Freundinnen ins Haus einziehen und Eliot auszieht. Ein großer Einschnitt und mit jedem Kapitel habe ich mich gefragt, warum sich Claire und Eliot nicht einfach die Zeit für ein Gespräch nehmen. Auch ein intensives Gespräch mit den Freundinnen bleibt es aus, obwohl es - aus meiner Perspektive - durchaus Möglichkeiten gegeben hätte, eine gemeinsame Lösung zu finden. Stattdessen intensive Gefühle, die auch die Hässlichkeit menschlicher Eifersucht zeigen. Mir ist schon klar, dass eine Geschichte einen bestimmten Verlauf braucht mit einem Höhepunkt. Dennoch ist es für mich nicht schlüssig, warum es kein klärendes Gespräch gab. Es bleibt auch hier zu sagen: All das passiert in einem Ausnahmezustand für alle Beteiligten.
Die Freundinnen Holly und Michelle hinterlassen einen gemischten Eindruck. Auf der einen Seite scheint ihre Freundschaft zu Claire aufrichtig und wichtig zu sein, auf der anderen Seite zeigen sie Eliot häufig die kalte Schauer und scheinen sich nicht immer in seine Lage hineinversetzen zu können. Zwischenenmenschliche "Fehler" werden jedenfalls auf beiden Seiten gemacht.
Die beiden Kinder von Eliot und Claire kommen immer mal wieder vor. Der Sohn spielt aufgrund eines Streits mit seinem Vater eine etwas größere Rolle, da der Streit und das dort Gesagte immer mal im Laufe des Buches aufgegriffen wird. Insgesamt sind sie aber keine entscheidenen Figuren und bleiben auch eher blass.
Sehr eindrücklich erzählt ist das Leiden von Claire, sowohl körperlich als auch seelisch. Es wirft jedenfalls Fragen über die Vorstellungen des eigenen Ablebens auf.
"Ein unerhörter Wunsch" ist keine leichte Kost und für mich als Leserin waren die Handlungen der Figuren an vielen Stellen nicht schlüssig. Ich würde es nicht nochmal zur Hand nehmen und lesen.