Ein wahres literarisches Schmuckstück

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mrsamy Avatar

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Claire und Elliot sind schon sehr viele Jahre verheiratet. Sie kennen einander, und Claire kann sich voll und ganz auf Elliot verlassen. Denn Claire hat Krebs, bereits seit vielen Jahren. Unzählige Bestrahlungen und Chemotherapien liegen hinter ihr. Sie hat nie aufgegeben und den Kampf gegen die Krankheit letztlich doch verloren. Sie beschließt, auf alle weiteren Maßnahmen zu verzichten und zu sterben. Doch noch bleibt etwas Zeit. Während Elliot sich nach wie vor liebevoll um seine Frau kümmert, rücken Clairs Freundinnen Holly und Michelle näher zu ihr. Und Claire trifft eine Entscheidung: statt ihre verbleibende Zeit mit Elliot zu verbringen, möchte sie ihre beiden Freundinnen ganz und gar um sich haben. Eine Entscheidung, die Elliot stark verunsichert und ihn auf sich selbst zurückwirft.

Ann Packer hat mit ihrem Roman „Ein unerhörter Wunsch“ ein großartiges Buch geschrieben. Es kommt ganz und gar unaufgeregt daher, nimmt den Leser aber unmittelbar mit in die Geschichte. Man erlebt die Ehe von Claire und Elliot. Die Krankheit von Claire, die schon so lange besteht, bestimmt nicht unbedingt ihr Leben, aber es ist ein Parameter, der immer mitschwingt. In Elliots Erinnerungen taucht der Krebs immer wieder auf, Ereignisse werden zu ihm in zeitliche Ordnung gesetzt. Als Leser begleiten wir Elliot, der sich für die letzten Wochen und Monate mit seiner Frau wappnet, der leise Abschied nimmt, der aber durch Claires Wunsch in starke Selbstzweifel geworfen wird. Während seine Frau nun vollends von Holly und Michelle umsorgt wird, zieht Elliot in das Gästezimmer von Hollys Haus. Natürlich schaut er ab und an bei Claire vorbei. Doch die ungewollte Zeit zwingt ihn vor allem, sich mit sich selbst und auch mit dem danach auseinanderzusetzen. Der Roman ist für mich ein wahres Schmuckstück, die Handlung nachvollziehbar und wirklich sehr real gestaltet. Ein großartiges Highlight in meinem Lesejahr 2026.