Gehen oder bleiben?
Claire ist als Krebspatientin austherapiert und ihr bleibt nur noch eine begrenzte Restlebenszeit. Seit 40 Jahren ist sie mit Eliot verheiratet, der sie bereits durch ihre langjährige Behandlungszeit mit allen Höhen und Tiefen begleitet hat. Und ihn möchte Claire während ihrer letzten Monate nicht mehr in ihrer Nähe haben, denn sie möchte diese Zeit lieber mit ihren langjährigen besten Freundinnen verbringen.
Ein unerhörter Wunsch!? Diese Frage hat mich durch das gesamte Buch begleitet und mir keine Ruhe mehr gelassen. Ist es kaltschnäuzig, einen Menschen, den man mehr als 1/3 seines Lebens in guten und schlechten Zeiten an der Seite gehabt hat, so radikal aus seinen letzten Lebenswochen zu verbannen. Oder soll ihm dadurch das Ansehen des letzten Dahinsiechens erspart bleiben? Und muss man einer sterbenden Person überhaupt jeden Wunsch erfüllen?
Leider ist die Geschichte nur aus Eliots Sicht geschrieben und ich habe seine Fassungslosigkeit und Verletztheit quasi hautnah miterlebt. Dass er nach dieser Enttäuschung rückblickend seine Verhaltensweisen analysiert und bewertet fand ich zunehmend anstrengend genauso wie seine Zerrissenheit, einerseits Claires Wunsch nachzukommen, andererseits seinem Wunsch, sie bis zum Schluss zu begleiten. Claires Gedankengänge und das sicher auch bei ihr vorhandene Gefühlschaos werden nur am Rande beschrieben und waren für mich nicht wirklich nachvollziehbar.
Ann Packer hat mit ihrem Roman auf jeden Fall ein sehr berührendes Thema behandelt, so dass ich immer wieder nach einigen Kapitel innehalten musste, um das Ganze erst einmal sacken zu lassen.
Ein unerhörter Wunsch!? Diese Frage hat mich durch das gesamte Buch begleitet und mir keine Ruhe mehr gelassen. Ist es kaltschnäuzig, einen Menschen, den man mehr als 1/3 seines Lebens in guten und schlechten Zeiten an der Seite gehabt hat, so radikal aus seinen letzten Lebenswochen zu verbannen. Oder soll ihm dadurch das Ansehen des letzten Dahinsiechens erspart bleiben? Und muss man einer sterbenden Person überhaupt jeden Wunsch erfüllen?
Leider ist die Geschichte nur aus Eliots Sicht geschrieben und ich habe seine Fassungslosigkeit und Verletztheit quasi hautnah miterlebt. Dass er nach dieser Enttäuschung rückblickend seine Verhaltensweisen analysiert und bewertet fand ich zunehmend anstrengend genauso wie seine Zerrissenheit, einerseits Claires Wunsch nachzukommen, andererseits seinem Wunsch, sie bis zum Schluss zu begleiten. Claires Gedankengänge und das sicher auch bei ihr vorhandene Gefühlschaos werden nur am Rande beschrieben und waren für mich nicht wirklich nachvollziehbar.
Ann Packer hat mit ihrem Roman auf jeden Fall ein sehr berührendes Thema behandelt, so dass ich immer wieder nach einigen Kapitel innehalten musste, um das Ganze erst einmal sacken zu lassen.