Ein Wunsch, der alles verändert
In ihrem aktuellen Roman "Ein unerhörter Wunsch" erzählt die amerikanische Autorin Ann Packer die Geschichte von Claire und Eliot. Die beiden sind in den Sechzigern, seit 35 Jahren glücklich verheiratet und haben zwei Kinder und zwei Enkel. Während ihre Tochter Abby als Kinderärztin arbeitet, verheiratet ist und bereits zwei Kinder hat, versucht ihr Sohn Josh, als Musiker Karriere zu machen und verdient seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsarbeiten.
Claire ist seit fast 9 Jahren krebskrank, und der Besuch beim Onkologen ergibt, dass sie austherapiert ist und sich nun in ihrer letzten Lebensphase befindet. Eliot, der sich liebevoll um seine Frau kümmert, ist vorzeitig in den Ruhestand gegangen, um für sie da zu sein. Er weiß, dass er in wenigen Monaten allein sein wird und ist vollkommen erschüttert, als Claire ihm eröffnet, dass sie ihre letzten Wochen nicht mit ihm, sondern mit ihren engsten Freundinnen Holly und Michelle verbringen möchte. Eliot muss nun entscheiden, ob er Claires Wunsch erfüllen oder darauf bestehen soll, bis zu ihrem Ableben an ihrer Seite zu bleiben.
Die Geschichte ist in sehr schöner Sprache und teilweise feinem Humor aus Eliots Sicht mit viel Empathie erzählt und liest sich sehr flüssig. Die Charakterzeichnung ist der Autorin hervorragend gelungen, die Figuren sind authentisch dargestellt, und sie lässt uns tief in Eliots Gefühls- und Gedankenwelt blicken. Ich konnte gut verstehen, dass Claires Wunsch ihn zutiefst verletzt hat und hatte wenig Verständnis für Claires in meinen Augen recht egoistisches Bedürfnis, die letzten Wochen nur ihre Freundinnen um sich haben zu wollen. Ich mochte Abby und Josh, doch meine Lieblingsfigur war der fürsorgliche Eliot, der immer für Claire da war. Er versorgte und pflegte sie hingebungsvoll, und er tat alles, um ihr das Leben zu erleichtern.
Ich fand die Lektüre herausfordernd, Claires Wunsch hat mich verärgert, und ich habe auch ihre Freundinnen nicht verstanden. Statt ihren Ehemann einfach beiseite zu schieben, hätte Claire versuchen können, einen Kompromiss zu finden. Ich habe Eliots Geduld bewundert und mich gefragt, wie ich an seiner Stelle reagiert hätte. Hätte ich den Freundinnen kampflos das Feld überlassen oder darauf bestanden, die Claire noch verbleibende Zeit mit ihr zu teilen? Mich hat auch die Frage beschäftigt, ob man einem Sterbenden jeden Wunsch erfüllen muss. Hat ein Sterbender das Recht, einen anderen Menschen mit seinem letzten Wunsch zu verletzen?
Ann Packer beschreibt den Verlauf von Claires Krankheit glaubhaft und romantisiert auch ihre letzte Lebensphase nicht. Claire tat mir von Herzen leid, ihre Kräfte ließen zunehmend nach, und sie litt unter unbeschreiblichen Schmerzen. Ich hatte auch tiefes Mitgefühl für Eliot, der über viele Jahre an Claires Seite war, sie pflegte und es nicht verdient hatte, aus dem gemeinsamen Haus ausquartiert und aus dem Leben seiner Frau ausgeschlossen zu werden.
"Ein unerhörter Wunsch" hat mir bis zum stimmigen Ende sehr gut gefallen, die Geschichte hat mich aufgewühlt und erschüttert, gefesselt und zutiefst berührt. Sie wird mich noch lange beschäftigen.
Absolute Leseempfehlung für diesen großartigen Roman!
Claire ist seit fast 9 Jahren krebskrank, und der Besuch beim Onkologen ergibt, dass sie austherapiert ist und sich nun in ihrer letzten Lebensphase befindet. Eliot, der sich liebevoll um seine Frau kümmert, ist vorzeitig in den Ruhestand gegangen, um für sie da zu sein. Er weiß, dass er in wenigen Monaten allein sein wird und ist vollkommen erschüttert, als Claire ihm eröffnet, dass sie ihre letzten Wochen nicht mit ihm, sondern mit ihren engsten Freundinnen Holly und Michelle verbringen möchte. Eliot muss nun entscheiden, ob er Claires Wunsch erfüllen oder darauf bestehen soll, bis zu ihrem Ableben an ihrer Seite zu bleiben.
Die Geschichte ist in sehr schöner Sprache und teilweise feinem Humor aus Eliots Sicht mit viel Empathie erzählt und liest sich sehr flüssig. Die Charakterzeichnung ist der Autorin hervorragend gelungen, die Figuren sind authentisch dargestellt, und sie lässt uns tief in Eliots Gefühls- und Gedankenwelt blicken. Ich konnte gut verstehen, dass Claires Wunsch ihn zutiefst verletzt hat und hatte wenig Verständnis für Claires in meinen Augen recht egoistisches Bedürfnis, die letzten Wochen nur ihre Freundinnen um sich haben zu wollen. Ich mochte Abby und Josh, doch meine Lieblingsfigur war der fürsorgliche Eliot, der immer für Claire da war. Er versorgte und pflegte sie hingebungsvoll, und er tat alles, um ihr das Leben zu erleichtern.
Ich fand die Lektüre herausfordernd, Claires Wunsch hat mich verärgert, und ich habe auch ihre Freundinnen nicht verstanden. Statt ihren Ehemann einfach beiseite zu schieben, hätte Claire versuchen können, einen Kompromiss zu finden. Ich habe Eliots Geduld bewundert und mich gefragt, wie ich an seiner Stelle reagiert hätte. Hätte ich den Freundinnen kampflos das Feld überlassen oder darauf bestanden, die Claire noch verbleibende Zeit mit ihr zu teilen? Mich hat auch die Frage beschäftigt, ob man einem Sterbenden jeden Wunsch erfüllen muss. Hat ein Sterbender das Recht, einen anderen Menschen mit seinem letzten Wunsch zu verletzen?
Ann Packer beschreibt den Verlauf von Claires Krankheit glaubhaft und romantisiert auch ihre letzte Lebensphase nicht. Claire tat mir von Herzen leid, ihre Kräfte ließen zunehmend nach, und sie litt unter unbeschreiblichen Schmerzen. Ich hatte auch tiefes Mitgefühl für Eliot, der über viele Jahre an Claires Seite war, sie pflegte und es nicht verdient hatte, aus dem gemeinsamen Haus ausquartiert und aus dem Leben seiner Frau ausgeschlossen zu werden.
"Ein unerhörter Wunsch" hat mir bis zum stimmigen Ende sehr gut gefallen, die Geschichte hat mich aufgewühlt und erschüttert, gefesselt und zutiefst berührt. Sie wird mich noch lange beschäftigen.
Absolute Leseempfehlung für diesen großartigen Roman!