In einem hellen Nirgendwo

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bavaria123 Avatar

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40 Jahre sind Claire und Eliot verheiratet. Eine Ehe mit Höhen und Tiefen. Sie haben zwei erwachsene Kinder miteinander, Abby und Josh.
Nun ist Claire krank. Krebs im Endstadium, austherapiert.
Und zu Eliots Empörung möchte Claire die ihr verbleibende Lebenszeit nicht mit ihm, sondern mit ihren langjährigen Freundinnen Holly und Michelle verbringen.

Ich war sehr gespannt auf diesen Roman. Ich habe mir vorab die Frage gestellt, wie ich reagieren würde, würde mein Mann lieber seine Freunde als mich in dieser Situation um sich haben möchte. Und ich habe darüber nachgedacht, ob ich selbst so einen Wunsch äußern würde.

Ann Packer schreibt in einem berührenden Stil über Themen wie Liebe, Freundschaft, Endlichkeit und Abschied. Die Hauptfiguren sind glaubwürdig dargestellt. Es wird zwar nicht in der Ich-Perspektive formuliert, jedoch ist es vorwiegend Eliots Sichtweise. Seine Wut, seine Sehnsucht, seine Traurigkeit. Damit rückt er mir gefühlsmäßig ausgesprochen ans Herz. Aber so dann und wann hätte ich die Situation auch gerne aus der Sicht von Claire oder auch von den Freundinnen gesehen. Nicht nur für Eliot, sondern auch für Holly und Michelle ist Claires Wunsch tiefgreifend.

Das zarte, vorwiegend helle Cover passt sehr gut zu dem Roman, der besonders emotional und nachdenklich machend ist.
Die Geschichte hat mich gefesselt, aufgewühlt und bis zum Ende gepackt. Ich empfehle das Buch gerne weiter.