In guten wie in schlechten Zeiten

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
theso Avatar

Von

Der Roman lässt sich eingängig an einem Tag oder Wochenende lesen, auch wenn es inhaltlich keine leichte Kost ist. Erzählt werden die letzten Monate von Claire aus der Perspektive ihres Ehemannes Eliot und seine Gefühle dazu und wie er mit dem nahenden Tod seiner Frau versucht umzugehen. Zwischendrin werden immer wieder Rückblenden in das gemeinsame Leben gegeben, die wie Erinnerungsfetzen auftauchen und im Text nicht besonders gekennzeichnet sind, so dass es manchmal ein bisschen verwirrend für den Lesefluss ist. Die Charaktere des Buches sind sehr menschlich gezeichnet. Mit Eliot kann man Mitleid empfinden, gerade durch sein mangelndes Selbstwertgefühl, am liebsten würde man ihm einen guten Therapeuten und Trauerbegleiter:in empfehlen.
Dieses Buch sollte man nur lesen, wenn man keine Scheu hat sich mit dem Thema Tod, Sterben, Sterbebegleitung und tödlich verlaufende Krebsdiagnose zu befassen. Sollte man auf eines der Themen sensibel reagieren, würde ich dieses Buch nicht als Lektüre empfehlen, weil es die Kernthemen sind und nicht nur gestreift werden.