Schwerer letzter Lebensabschnitt

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emmmbeee Avatar

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Eine Frau, todkrank, will ihre letzten Tage nicht mit dem Mann verbringen, der sie während ihres gemeinsamen Lebens immer geliebt und umsorgt hat, sondern mit ihren besten Freundinnen. Das stößt ihn natürlich vor den Kopf und enttäuscht ihn sehr. Er beginnt sich selbst unbarmherzig zu hinterfragen und muss schmerzhafte Selbsterkenntnisse aushalten.
Es geht um Treue im engsten Sinn, um Liebe, Frauenfreundschaft, Solidarität und Hilflosigkeit, besonders auf Seiten des Ehemannes. Dramatik und Traurigkeit sind von Anfang an packend dabei.
Vieles aus der Vergangenheit wird wieder aufgewühlt, erlangt neue Dimensionen, erschwert das Zusammenleben und das Bedürfnis, für die todgeweihte Ehefrau da zu sein. Dazu alles, was das Ende eines Lebens ausmacht.
Die Lektüre hat mich tief aufgewühlt. Weil ich Ähnliches aus meinem Bekanntenkreis kenne, kann ich das meiste nachvollziehen, aber nicht alles. Die Spannung ist sehr hoch gehalten, und das, was so schwierig zu fassen ist, hat mich selbst tief beeindruckt und bedrückt. Ich denke, den meisten Lesern, die sich ernsthaft auf den Roman einlassen, wird es mehr oder weniger so ergehen.
Die Autorin versteht es, sensibel ein äußerst diffiziles Thema anzupacken und dennoch wahrhaftig zu bleiben. Die Figuren von Claire und Eliot sind besonders nahegehend gezeichnet, auch, was ihre Ehe ausgemacht hat, ist verständlich und einfühlsam beschrieben.