Selbstbestimmung bis zum Schluss und die Grenzen der Fürsorge
Claire und Eliot sind seit 40 Jahren verheiratet und haben zwei erwachsene Kinder. Doch leider wurden die letzten neun Jahre von Claires Krebserkrankung überschattet, die jetzt in die letzte Phase geht. Es bleiben ihr voraussichtlich nur noch wenige Monate. Eliot ist extra früher aus dem Berufsleben ausgestiegen, um ganz für Claire da zu sein und sie zu pflegen.
Plötzlich äußert Claire den Wunsch, die letzten Wochen mit ihren besten Freundinnen Holly und Michelle zu verbringen. Dies kommt sehr unerwartet für Eliot, und er weiß nicht, wie er damit umgehen kann und soll. Auch für die Kinder Abby und Josh sind das ungeahnte Umstände.
Die Autorin hat hier eine Situation aufgezeigt, die sehr ungewöhnlich ist, aber durchaus dem letzten Wunsch einer Sterbenden entsprechen kann – ein Wunsch, der nicht unerhört ist, aber unerhört bleiben könnte. Für mich gehört das definitiv zur Selbstbestimmung des Lebens und auch des Sterbens dazu. Noch einmal unbeschwerte Minuten oder Stunden zu erleben, finde ich in dieser Phase der Krankheit völlig legitim. Wie sich letztendlich die finale Phase gestaltet, ist immer situationsbedingt und für pflegende Angehörige extrem herausfordernd.
Wären die Freundinnen überhaupt der körperlichen und psychischen Belastung gewachsen gewesen? In meiner Wahrnehmung wurde hier fast durchgängig von Eliots Gemütszustand oder Sichtweise ausgegangen. Er hat zwar alles für Claire getan, doch unheimlich geklammert und sie mit seiner Überfürsorge und Liebe erdrückt, aber auch bevormundet. Eliot hat in seiner Rolle als pflegender Angehöriger gar nicht erkannt, dass er Claire die Luft zum Atmen nimmt.
Ich hätte mir mehr Gedanken und Gespräche von und mit Claire, Holly und Michelle gewünscht. Wie haben die Freundinnen den letzten Wunsch empfunden, wie sind sie mental damit umgegangen, hatten sie Zweifel und Ängste? Diese Charaktere blieben leider sehr oberflächlich. Ich denke, sie hätten dem Roman noch mehr Tiefe verliehen. Unausgeschöpftes Potenzial.
Doch durch den flüssigen Schreibstil hat sich das Buch trotz der schweren Thematik leicht lesen lassen und hat mich zum Nachdenken angeregt.
Die Gestaltung des Covers gibt eine nostalgische, harmonische Phase der Freundschaft wieder – ein Kontrast zum tatsächlichen Handlungsstrang. Wahrscheinlich soll hier die Diskrepanz zwischen Erinnerung und Realität betont werden.
Plötzlich äußert Claire den Wunsch, die letzten Wochen mit ihren besten Freundinnen Holly und Michelle zu verbringen. Dies kommt sehr unerwartet für Eliot, und er weiß nicht, wie er damit umgehen kann und soll. Auch für die Kinder Abby und Josh sind das ungeahnte Umstände.
Die Autorin hat hier eine Situation aufgezeigt, die sehr ungewöhnlich ist, aber durchaus dem letzten Wunsch einer Sterbenden entsprechen kann – ein Wunsch, der nicht unerhört ist, aber unerhört bleiben könnte. Für mich gehört das definitiv zur Selbstbestimmung des Lebens und auch des Sterbens dazu. Noch einmal unbeschwerte Minuten oder Stunden zu erleben, finde ich in dieser Phase der Krankheit völlig legitim. Wie sich letztendlich die finale Phase gestaltet, ist immer situationsbedingt und für pflegende Angehörige extrem herausfordernd.
Wären die Freundinnen überhaupt der körperlichen und psychischen Belastung gewachsen gewesen? In meiner Wahrnehmung wurde hier fast durchgängig von Eliots Gemütszustand oder Sichtweise ausgegangen. Er hat zwar alles für Claire getan, doch unheimlich geklammert und sie mit seiner Überfürsorge und Liebe erdrückt, aber auch bevormundet. Eliot hat in seiner Rolle als pflegender Angehöriger gar nicht erkannt, dass er Claire die Luft zum Atmen nimmt.
Ich hätte mir mehr Gedanken und Gespräche von und mit Claire, Holly und Michelle gewünscht. Wie haben die Freundinnen den letzten Wunsch empfunden, wie sind sie mental damit umgegangen, hatten sie Zweifel und Ängste? Diese Charaktere blieben leider sehr oberflächlich. Ich denke, sie hätten dem Roman noch mehr Tiefe verliehen. Unausgeschöpftes Potenzial.
Doch durch den flüssigen Schreibstil hat sich das Buch trotz der schweren Thematik leicht lesen lassen und hat mich zum Nachdenken angeregt.
Die Gestaltung des Covers gibt eine nostalgische, harmonische Phase der Freundschaft wieder – ein Kontrast zum tatsächlichen Handlungsstrang. Wahrscheinlich soll hier die Diskrepanz zwischen Erinnerung und Realität betont werden.