Sterbebegleitung nach fast 40-jähriger guter Ehe

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easymarkt3 Avatar

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Ein sehr schwieriges Thema mit vielen tiefgehenden Gefühlen z.B. von Scham, Wut, Schuld und Angst in schwachen Momenten rund um den nahenden Tod des geliebten Ehepartners, diese ganze Problematik in einem letzten Kapitel einer Ehe wird einfühlsam dargelegt. Die in ihrem Charakter sich widersprechenden Hauptakteure Claire und Eliot versuchen, sich um Claires letzten Wunsch nach Betreuung durch ihre langjährigen Freundinnen Holly und Michelle zu arrangieren: Die emotionalen Kämpfe in Eliots Verletztheit, vom sterbenden Partner völlig unerwartet ausgeschlossen und zurück gewiesen zu werden, werfen ihn total aus der Bahn als wandelnden gutmütigen Klops – wie sein Sohn Josh ihn beschreibt. Auf schmerzliche Weise reflektiert er über sein Eheleben, in das er sich mehr oder weniger immer nur gefügt hat und er den Eindruck hat, dass Claire nun nichts mehr mit ihm zu tun haben will in ihren letzten Monaten. Geplagt von Selbstzweifeln fragt es sich: Ist er zu rücksichtsvoll und vorsichtig, zu langweilig, zu freundlich, zu passiv? Beraubt fühlt er sich seines Rechts, mit seiner Frau als liebender, fürsorglicher Ehemann zusammen zu sein, durch die zwei Freundinnen mit ihrer läppischen Todeswellness. Ihr Wunsch, ein letztes Mal nach Maine zu fahren, kulminiert in einem Fiasko für alle Beteiligten voller Streit und Schuldgefühlen. Angerissen wird das amerikanische Hospizsystem im Verlauf des langsam sich verschlechternden Gesundheitszustandes von Claire. Die Nebenfiguren verleihen dem Roman in ihrem Agieren rund um die krebskranke Claire mehr Leichtigkeit.
Ein schwieriges Thema über das letzte Dahinscheiden eines Lebens und einer Ehe – einfühlsam erzählt.