Wenn Liebe wehtut und trotzdem richtig ist

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Claire ist todkrank – und möchte ihre letzten Wochen nicht mit ihrem Mann Eliot verbringen, sondern mit ihren besten Freundinnen. Fast vierzig Jahre Ehe, zwei Kinder, ein gemeinsames Leben. Und jetzt das.

Die Geschichte wird ausschließlich aus Eliots Perspektive erzählt, was eine kluge Entscheidung ist: Man erlebt seine Verletzungen, seine Unsicherheiten und sein Unverständnis sehr intensiv mit. Ich habe sehr mit ihm mitgefühlt – und war gleichzeitig manchmal von ihm genervt, weil er sich so sehr unterordnet und unsichtbar macht.

Claire hingegen hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Einerseits: Wann, wenn nicht in den letzten Wochen des eigenen Lebens, darf man vollständig für sich entscheiden? Andererseits wirkte sie an manchen Stellen kalt und egoistisch – nicht wegen ihrer Entscheidung, sondern in der Art, wie sie mit Eliot umgeht.

Das Buch löst dieses Spannungsfeld nicht auf, und das ist genau richtig so. Der Schreibstil ist ruhig und fließend, ohne die emotionale Wucht zu verlieren. Ein Roman, der nachdenklich zurücklässt.