Wessen Wunsch war am Ende der unerhörte?

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nähpummelchen Avatar

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Ein unerhörter Wunsch hat bei mir vor allem wegen seiner Figuren einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Mit Claire bin ich nicht wirklich warm geworden. Ich fand sie oft wankelmütig und stellenweise auch etwas undankbar ihrem Mann gegenüber. Vieles an ihrem Verhalten wirkte auf mich eher unreif, sodass ich ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen konnte.

Eliot dagegen war für mich die deutlich sympathischere Figur. Ich hatte oft Mitleid mit ihm, weil ich ihn als sehr aufopferungsvoll empfunden habe. Besonders berührt hat mich, dass er versucht, den letzten Wünschen seiner Frau nicht im Weg zu stehen, obwohl ihn das Ganze selbst sehr verletzt. Er stellt seine eigenen Gefühle immer wieder hinten an und versucht trotzdem, für Claire da zu sein.

Gerade dieser Gegensatz zwischen den beiden hat die Geschichte für mich interessant gemacht. Ich hätte mir manchmal gewünscht, Claire hätte mehr darüber nachgedacht, was ihre Entscheidungen für Eliot bedeuten. Ich finde es stark, dass sie ihre letzten Wochen oder Monate versucht ganz so einzurichten, wie sie es sich wünscht und wie es ihr guttut, auch wenn sie scheinbar einem Ideal nachzueifern versucht. Gerade weil Claire und Eliot ihr Leben miteinander verbracht haben, hätte ich mir von ihrer Seite mehr Offenheit und gute Aussprachen gewünscht. Gleichzeitig fand ich es schön zu sehen, wie sehr Eliot sie trotz seiner eigenen Verletzung unterstützt.

Am Ende ist mir deshalb vor allem Eliot als Figur im Gedächtnis geblieben – und mein Mitgefühl für jemanden, der aus Liebe versucht, einen Menschen loszulassen, obwohl er selbst daran zu zerbrechen droht.