Hallo ihr Lieben,
heute habe ich meine Rezension zu „Ein unerhörter Wunsch“ von Ann Decker für euch. Auf dieses Buch war ich sehr gespannt und ich war neugierig, wie diese schwere und wichtige Thematik von der Autorin umgesetzt werden würde.
In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Claire, die schwer erkrankt ist und schließlich erfährt, dass es für sie nur noch Wochen, höchstens Monate zu leben gibt. Fast vierzig Jahre hat sie ihren Mann Eliot an ihrer Seite, sie sind Eltern zweier Kinder geworden und führen eine gute Ehe, in der sie alle Herausforderungen des Lebens stets gemeinsam gemeistert haben. Als Claire ihm jedoch ihren Wunsch mitteilt, die Zeit, die ihr noch bleibt mit ihren besten Freundinnen Holly und Michelle verbringen zu wollen ist Eliot zutiefst geschockt und zum ersten Mal seit sie zusammen sind tun sich Gräben auf, bei denen er unsicher ist, wie er sie wieder schließen soll ...
Vor diesem Buch hatte ich großen Respekt, allein schon wegen der schweren Inhalte und dachte ich müsste es vielleicht in Etappen lesen. Trotz der Härte des Themas entstand für mich aber ein großer Lesesog und zeitgleich wollte ich wissen, wie es weitergeht und auch nicht, weil das Ende absehbar war. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Sie schreibt einfühlsam, ohne ins kitschige abzudriften und schafft in bestimmten Szenen eine schöne Atmosphäre. Was sie aber besonders gut kann ist genau hinzusehen und die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen zu sehen und zu beleuchten. Insbesondere Claire und ihr Mann Eliot durchlaufen diese verständliche Gefühlsachterbahn, aber auch ihre Kinder und Freundinnen und ich konnte mit ihnen mitfühlen.
Die Gedanken und das Verhalten sind so verschieden wie die einzelnen Figuren und es sind auch einige Verhaltens- und Denkweisen dabei, mit denen ich nicht konform gehe, sie aber in dieser Ausnahmesituation verstehen kann. Allem voran geht es ums loslassen, in allen seinen Facetten und um die Akzeptanz des Unabänderlichen. Dazwischen zeichnet Ann Decker mit Fingerspitzengefühl Eliots Kämpfe mit der Situation, dem Wunsch seiner Frau und sich selbst. Es geht um Grenzen und darum zu merken, wann die eigenen Vorstellungen vielleicht nicht die deines Gegenübers sind. Es geht um Claire’s Vorstellung, den Tod, das Loslassen vom Leben so zu erleben, dass es fast friedlich und schön sein könnte, die Erkenntnis das Vorstellung und Realität oft sehr weit auseinanderliegen können und vieles mehr.
Dieses Buch hat mich zutiefst berührt und nachdenklich gestimmt, weil es auch viel um die Autonomie während einer Krankheit und dem Sterbe- und Abschiedsprozess geht. Lest dieses Buch, wenn ihr euch für die Thematik stark genug fühlt, in Abschnitten oder gemeinsam mit anderen. Wenn man sich dazu austauschen kann, kann das glaube ich noch mehr Erkenntnisse bringen. Es ist keine leichte Unterhaltung, aber auch kein Tal der Tränen Buch, auch wenn letztere bei mir ab und an geflossen sind. Ich empfehle es, weil es so klug ein einfühlsam geschrieben und wichtige Inhalte bietet.
heute habe ich meine Rezension zu „Ein unerhörter Wunsch“ von Ann Decker für euch. Auf dieses Buch war ich sehr gespannt und ich war neugierig, wie diese schwere und wichtige Thematik von der Autorin umgesetzt werden würde.
In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Claire, die schwer erkrankt ist und schließlich erfährt, dass es für sie nur noch Wochen, höchstens Monate zu leben gibt. Fast vierzig Jahre hat sie ihren Mann Eliot an ihrer Seite, sie sind Eltern zweier Kinder geworden und führen eine gute Ehe, in der sie alle Herausforderungen des Lebens stets gemeinsam gemeistert haben. Als Claire ihm jedoch ihren Wunsch mitteilt, die Zeit, die ihr noch bleibt mit ihren besten Freundinnen Holly und Michelle verbringen zu wollen ist Eliot zutiefst geschockt und zum ersten Mal seit sie zusammen sind tun sich Gräben auf, bei denen er unsicher ist, wie er sie wieder schließen soll ...
Vor diesem Buch hatte ich großen Respekt, allein schon wegen der schweren Inhalte und dachte ich müsste es vielleicht in Etappen lesen. Trotz der Härte des Themas entstand für mich aber ein großer Lesesog und zeitgleich wollte ich wissen, wie es weitergeht und auch nicht, weil das Ende absehbar war. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Sie schreibt einfühlsam, ohne ins kitschige abzudriften und schafft in bestimmten Szenen eine schöne Atmosphäre. Was sie aber besonders gut kann ist genau hinzusehen und die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen zu sehen und zu beleuchten. Insbesondere Claire und ihr Mann Eliot durchlaufen diese verständliche Gefühlsachterbahn, aber auch ihre Kinder und Freundinnen und ich konnte mit ihnen mitfühlen.
Die Gedanken und das Verhalten sind so verschieden wie die einzelnen Figuren und es sind auch einige Verhaltens- und Denkweisen dabei, mit denen ich nicht konform gehe, sie aber in dieser Ausnahmesituation verstehen kann. Allem voran geht es ums loslassen, in allen seinen Facetten und um die Akzeptanz des Unabänderlichen. Dazwischen zeichnet Ann Decker mit Fingerspitzengefühl Eliots Kämpfe mit der Situation, dem Wunsch seiner Frau und sich selbst. Es geht um Grenzen und darum zu merken, wann die eigenen Vorstellungen vielleicht nicht die deines Gegenübers sind. Es geht um Claire’s Vorstellung, den Tod, das Loslassen vom Leben so zu erleben, dass es fast friedlich und schön sein könnte, die Erkenntnis das Vorstellung und Realität oft sehr weit auseinanderliegen können und vieles mehr.
Dieses Buch hat mich zutiefst berührt und nachdenklich gestimmt, weil es auch viel um die Autonomie während einer Krankheit und dem Sterbe- und Abschiedsprozess geht. Lest dieses Buch, wenn ihr euch für die Thematik stark genug fühlt, in Abschnitten oder gemeinsam mit anderen. Wenn man sich dazu austauschen kann, kann das glaube ich noch mehr Erkenntnisse bringen. Es ist keine leichte Unterhaltung, aber auch kein Tal der Tränen Buch, auch wenn letztere bei mir ab und an geflossen sind. Ich empfehle es, weil es so klug ein einfühlsam geschrieben und wichtige Inhalte bietet.