Zutiefst menschlich
Claire wird sterben. Der Krebs ist sehr weit fortgeschritten. Ihr Mann Eliot hat sich nur einem verschrieben: Seine Frau mit allem, was ihr das Leben in diesen letzten Wochen und Monaten erträglich macht, zu begleiten. Doch Claire hat eine andere Idee von ihren letzten Tagen: Sie will sie mit ihren besten Freundinnen Holly und Michelle verbringen. Ganz ohne Eliot. Ann Packer beschreibt nicht nur, wie es Eliot mit dieser Situation geht. Als er quasi aus dem Haus geworfen wird. Und schmerzlich spürt, dass auch seine Besuche nicht willkommen sind. Sie beschreibt zudem sehr menschlich, wie sehr sich Claire mit diesem letzten Wunsch verlaufen hat. Denn sie wollte es genauso haben in den letzten Tagen wie Susan, eine Freundin. Nur, und das war für mich sinngemäß der Schlüsselsatz: „Ich habe diese Entscheidung getroffen, aus der Perspektive der Zuschauerin, als ich damals noch nicht so krank war. Und nicht aus der Perspektive einer Strebenden.“ Denn ihr Wunsch erweist sich als Belastung für alle. Nur einer gibt nicht auf, um bei ihr zu sein. Auch als ihm vorgeworfen wird, er wolle sie nur schonen und lasse sie nicht mehr teilhaben am Leben: Eliot. Zutiefst berührend. Und menschlich.