Ein kurzes Glück

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ratatulli Avatar

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Das farbenfreudige Cover zeigt nicht allzu viel, aber weniger ist oft mehr und gerade das hat mich neugierig gemacht.
Eine kurze, aber intensive Zeit der Liebe, die durch den Tod eines der Protagonisten ein abruptes Ende nimmt und viele Fragen offen lässt. War es überhaupt wahre Liebe und wer war dieser Mensch wirklich?
Rosa und Nikolas, die beiden Hauptfiguren lernen sich zufällig im Treppenhaus kennen und verlieben sich rasant ineinander. Während ihrer gemeinsamen dreimonatigen Zeit erleben sie vieles und doch bleibt für Rosa diese eine Leerstelle. Sie lernt zwar Nikolas' Mutter kennen, aber bekommt nicht wirklich Einblick in sein Vorleben. Wer sind seine Freunde? Warum hält er sich so bedeckt? Das bleibt bis am Ende ein Geheimnis. Denn noch ehe Rosa herausfinden kann, was es mit ihrer neuen Liebe auf sich hat, stirbt Nikolas bei einem Unfall und lässt sie mit ihren Fragen zurück.
Auf der Suche nach dem Menschen, mit dem sie nur eine kurze Zeit teilen durfte, trifft sie sich mit seiner Ex-Freundin, seinen Freunden und einem zehnjährigen Kind und lernt so Nikolas im Nachgang besser kennen.

Dadurch, dass nach der Hälfte des Romans noch vieles offen ist, hält der Autor die Spannung oben und macht ihn zu einem Pageturner.
Die Charaktere haben mir großartig gefallen. Sie sind sehr authentisch und erfrischend dargestellt sodass ich mir Rosa und ihre Freundinnen, Nikolas und seine Maman sehr gut vorstellen konnte. Ganz besonders herausheben möchte ich die Szene zwischen Rosa und dem Kind. "Dann sag's halt schwer, ich bin doch nicht doof." (Seite 259) ist nur eines der Sätze aus dem Kindermund, der mich zum Lächeln gebracht hat.
Sehr gelungen finde ich auch die dialogischen Schlagabtausche zwischen Rosa und Nikolas.
Dieses Buch hat mich zum Schmunzeln und zum Weinen gebracht und hat somit alles, was eine gute Liebesgeschichte ausmacht. Es hat mich sehr an die Bücher von Dani Atkins erinnert, die ich allesamt verschlungen habe.
Fazit: Ein sehr schöner Liebesroman, der durch seine Andersartigkeit nicht kitschig wirkt. Auch, wenn er sich in der zweiten Hälfte etwas in die Länge zieht, mochte ich ihn nicht aus der Hand legen. An dieses Buch werde ich noch lange denken und es auch gerne an meine Lesefreunde verschenken. Vielen Dank für dieses schöne Leseexemplar!