Ein Liebes-Krimi

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benitalau Avatar

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Seit Langem hat mich kein Roman so sehr mitgerissen wie dieser. Timothy Paul hat ein Buch geschrieben, das von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt – durchdacht im Aufbau, frisch in der Sprache, überraschend in seiner Wirkung.

Rosa scheint ein Leben zu führen, das kaum mehr braucht: ein erfüllender Job, enge Freundinnen, innere Stabilität. Doch dann verliebt sie sich in Nikolas, den Sohn der Nachbarin – und drei Monate später ist er tot.

Klingt nach melodramatischer Überwältigung? Ist es nicht. Timothy Paul gelingt das Kunststück, eine Geschichte zu erzählen, die emotional aufgeladen und gleichzeitig vollkommen geerdet wirkt. Ich habe es geliebt, Rosa beim Denken zuzuhören – auch wenn sie manchmal zu viel zweifelt und zu sehr im Kopf kreist. Gerade das macht sie so glaubwürdig. Die Gespräche, die Konstellationen, die kleinen Momente zwischen den Figuren: Alles fühlt sich so an, als wäre es wirklich so passiert.

Besonders beeindruckt hat mich der Aufbau des Romans. Die Zeitsprünge und die schrittweise Enthüllung halten die Spannung über das gesamte Buch hinweg – fast wie in einem Krimi. Man liest weiter, weil man verstehen will, nicht nur weil man mitfühlt.