Eine etwas andere und doch sehr schöne Liebesgeschichte
Bei dem neuen Buch bzw Debütroman „Eine Liebe ohne Sommer“ hatten mich sowohl der interessant klingende Klappentext als auch das vor allem farblich wunderschön gestaltete Cover, das Lust auf Sommer macht, angesprochen. Doch die Liebesgeschichte, die den Leser erwartet, ist etwas anders als erwartet, was das Ganze jedoch gerade deshalb spannend und aber macht. Im Mittelpunkt steht Rosa, eine junge Frau, die im Treppenhaus Nikolas, den Sohn ihrer Nachbarin kennenlernt und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Obwohl es sich alles recht romantisch und harmonisch gestaltet, hat Rosa ein komisches Bauchgefühl, weil Nikolas ihr offenbar seinen Freundeskreis vorenthält, und ihre Beziehung nicht öffentlich machen will. Als er nach der recht kurzen Liebesgeschichte, die sie verbindet, tödlich verunglückt, macht sich Rosa auf die Suche nach Menschen aus seinem Leben. Was steckte hinter dem geheimnisvollen jungen Mann, der offenbar ihre große Liebe hätte werden können? So lernt nicht nur Rosa, sondern auch der Leser Nikolas gleich zweimal kennen. Nebenher streut der Autor Tagebucheinträge von Rosa ein, die das Ganze noch interessanter gestalten. Mich hat dieser Roman, der einfach etwas anders als die herkömmliche Lovestory daherkommt, großartig unterhalten. Timothy Paul hat einen wunderbaren lockeren und sehr angenehmen Schreibstil, der trotz der stellenweise traurigen Geschichte mit einer gewissen Leichtigkeit daherkommt. Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung, für alle, die sich auf diesen Liebesroman der etwas anderen Art einlassen möchten!