Feel-Good-Buch

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schatzye Avatar

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Es geht um eine junge Frau, nachdem ihr „ein paar Monate langer“ Partner verstorben ist. „Was soll das sein?“, dachte ich mir.
Die ersten Sätze des Buches haben mir gezeigt: Es ist ein ehrliches Buch. Denn unsere Hauptprotagonistin trauert nicht am Boden zerstört, sondern sieht es sehr rational – und ist trotzdem traurig. (Damit möchte ich nicht sagen, dass man nicht am Boden zertstört sein darf in ihrer Situation. Damit möchte ich sagen, dass ich kein Buch lesen möchte, in dem sie zutiefst traurig ist.)
Das ist für mich eine Reaktion, die genauso gesellschaftlich akzeptiert sein sollte, wie tiefe Traurigkeit.
Ich war also nach den ersten Sätzen schon neugierig: Wie viel Ehrlichkeit zeigt mir das Buch noch?

Ich habe das Buch gerne gelesen. Der Schreibstil ist locker. Die „Effekt“-Seiten zwischendurch mischen den Lesefluss etwas auf.

Inhaltlich hat es für mich mit der Zeit nachgelassen. Es wurden mMn coole Geschichten über unseren Verstorbenen gesucht. Und ich kämpfe weiterhin mit mir, ob sich Rosa, unsere Hauptprotagonistin, nicht doch zu sehr eingemischt hat – wenn man sich die ersten Seiten der Geschichte ansieht.

Insgesamt würde ich es persönlich als Feel-Good-Buch bezeichnen, trotz der Thematik. Und ich bin einfach kein riesiger Feel-Good-Buch-Fan. Ich hatte mir mehr Drama erhofft.