Guter Ansatz

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katzendieb Avatar

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Die Idee des Romans hat mich sofort abgeholt. Eine kurze Liebesgeschichte, die viel zu schnell vorbei ist und die elend lange Suche danach, um wen man hier eigentlich trauert. Der Einstieg mit den stetigen Wechseln zwischen der Gegenwarts- und Vergangenheitsrosa hat mir auch sehr gefallen. Allerdings war der Schreibstil noch etwas holprig. Gerade in der ersten Hälfte des Buches hatte ich weniger das Gefühl, mitten in einer Geschichte zu stecken. Stattdessen hat es sich mehr so angefühlt, als würde mir jemand von seiner Romanidee erzählen und dabei mit ein paar lose aneinandergefädelten Klischees um sich werfen. Man merkt, dass der Autor viel Erfahrung in der Literaturbranche hat, aber vermutlich deutlich weniger Schreiberfahrung. In der zweiten Hälfte bessert sich das aber. Die Charaktere und Dialoge bleiben aber stellenweise unterentwickelt. Trotzdem hat mich das letzte Drittel auch emotional mitgenommen. Ich glaube, dem Manuskript hätte es gut getan, noch ein paar Jahre in irgendeiner Schreibtischschublade herumzugammeln und dann noch einmal umgeschrieben zu werden.