Im Treppenhaus gefunden

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yellowdog Avatar

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Eine Liebe ohne Sommer ist ein nachdenklich stimmender Roman mit humorvollen und traurigen Momenten. Man weiß natürlich von Anfang an, was passiert und stellt sich auf das Kommende schon seelisch ein.
Es ist die Geschichte eines Paares, Rosa und Niklas, die eine viel zu kurz Zeit miteinander hatten. Sie treffen sich im Hausflur und sofort stellte sich etwas Besonderes zwischen ihnen ein.
Auffällig, dass die Erzählperspektive ausschließlich bei der Ich-Erzählerin lag. Passagen aus der Sicht von Niklas fehlten mir. Rosa ist sympathisch, aber nicht ohne Selbstzweifeln.
Der Wortwitz im Buch funktionierte bei den Dialogen sehr gut. Zwischen Rosa und Niklas kommt es oft zum dialogischen Schlagabtausch voller Ironie.
Ob aus der Grundidee genug gemacht wird, weiß ich nicht. Ich neige eher dazu, dass es schließlich zerredet wird. Dazu trägt auch bei, dass der Roman zu lang, manchmal sogar langatmig ist. Das gilt vor allen für Teil 2.
Ein schlechter Roman ist es auch nicht. Eher so Mittel. Die guten Ansätze bleiben!