Kann man einen Menschen zweimal kennenlernen?
In dem Roman "Eine Liebe ohne Sommer" erzählt Timothy Paul von Rosa, die nach dem plötzlichen Tod ihres Partners Nikolas versucht, Antworten auf die Fragen zu finden, die verborgen blieben. Auf ihrer Suche begegnet sie Menschen aus seinem Leben und erkennt, dass jeder Mensch viele Seiten hat.
Besonders gefallen hat mir der Schreibstil. Die Geschichte liest sich angenehm flüssig und entwickelt einen durchgehenden Spannungsbogen, sodass ich immer weiterlesen wollte. Auch die eingestreuten SMS-Nachrichten und Notizbucheinträge lockern den Roman auf, was ich sehr mochte. Ebenso haben mir die wechselnden Zeitebenen gefallen und der Gedanke, dass man einen Menschen gewissermaßen zweimal kennenlernen kann (zu Lebzeiten und durch Erinnerungen).
Mit den Figuren bin ich allerdings nicht vollständig warm geworden. Vor allem Rosas Trauer wirkte auf mich stellenweise distanziert, wodurch ich mich emotional nur schwer in sie hineinversetzen konnte. Auch Ellen blieb für mich etwas zu konstruiert und hätte aus meiner Sicht mehr Sympathie vertragen. An einigen Stellen hätte die Geschichte für meinen Geschmack zudem noch etwas straffer erzählt werden können.
Alles in allem ist es ein einfühlsamer Roman über Verlust, Erinnerung und die vielen Facetten eines Menschen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen.
Besonders gefallen hat mir der Schreibstil. Die Geschichte liest sich angenehm flüssig und entwickelt einen durchgehenden Spannungsbogen, sodass ich immer weiterlesen wollte. Auch die eingestreuten SMS-Nachrichten und Notizbucheinträge lockern den Roman auf, was ich sehr mochte. Ebenso haben mir die wechselnden Zeitebenen gefallen und der Gedanke, dass man einen Menschen gewissermaßen zweimal kennenlernen kann (zu Lebzeiten und durch Erinnerungen).
Mit den Figuren bin ich allerdings nicht vollständig warm geworden. Vor allem Rosas Trauer wirkte auf mich stellenweise distanziert, wodurch ich mich emotional nur schwer in sie hineinversetzen konnte. Auch Ellen blieb für mich etwas zu konstruiert und hätte aus meiner Sicht mehr Sympathie vertragen. An einigen Stellen hätte die Geschichte für meinen Geschmack zudem noch etwas straffer erzählt werden können.
Alles in allem ist es ein einfühlsamer Roman über Verlust, Erinnerung und die vielen Facetten eines Menschen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen.