War es die große Liebe?

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
ecinev Avatar

Von

Eine kurze Begegnung im Treppenhaus stellt das Leben von Rosa Müller komplett auf den Kopf. Bepackt mit vollen Einkaufstüten und einem defekten Aufzug nimmt sie den Weg in den 5. Stock auf sich und trifft den, wie von einer KI generierten, Sohn ihrer Nachbarin. Ein paar flapsige Kommentare später trägt er ihr die Tüten hoch und sie hat Schmetterlinge im Bauch. Nach und nach entwickelt sich eine Freundschaft. Ist es die große Liebe? Oder doch nur eine gute Freundschaft. Schließlich kennt sie keinen seiner Freunde und außer der im gleichen Haus wohnenden Mutter, weiß sie nichts von seiner Vergangenheit.

Als er nach nur 3 Monaten bei einem Unglück plötzlich stirbt, ist sie fassungslos. Gerne überlässt sie seiner dominanten Mutter die Organisation der Trauerfeier. Aber auch dort ist außer dem für einen Tag aus London angereister Bruder nur ein ehemaliger Freund von Nikolas. Rosa ist jetzt fest entschlossen die große Liebe ein zweites Mal kennenzulernen.

Eine rührende Geschichte über Freundschaft über den Tod hinaus. Lediglich das irgendwie zu plötzlich kommende und leicht übertrieben wirkende Happy End, hat mich etwas gestört. Während man Rosa voller Selbstzweifeln über kennengelernt hat, ist sie am Ende wie ausgewechselt.

Der Schreibstil ist melancholisch ohne zu traurig zu sein. Die Personen werden gut beschrieben und das Buch auch für Leser die sonst keine Liebesromane mögen, gut geeignet.