Zur falschen Zeit am falschen Ort?
„Elbschatten“ von Nora Luttmer startet mit einem mysteriösen Prolog: Ein Mann allein mit einem Toten. Ist er der Mörder oder nur ein Zeuge?
Hendrix war auch unterwegs in jener Nacht. Das Problem: Er hat Alzheimer und Blut an seiner Kleidung. War Hendrix zur falschen Zeit am falschen Ort? Können seine ungleichen Schwestern, Ela und Nicole, ihn schützen?
Krimis und Thriller mit Personen, die an einer fortschreitenden Beeinträchtigung des Gedächtnisses, des Denkens und der Alltagskompetenz leiden, häufen sich in letzter Zeit. Dazu zwei Protagonisten, die ich als Gutmenschen bezeichnen würde.
Ein Bahnangestellter in Stuttgart entdeckt einen Waffenraub. Vier Kisten à zehn halbautomatische Gewehre. Passiert ist das Ganze auf einem Rangierbahnhof in Hamburg. Hendrix, der Tote, die Waffen. Wo ist die Verbindung?
Und dann ist Hendrix auf einmal verschwunden. Nicole ist Polizistin, Ela Türsteherin. Obwohl sie grundverschieden sind, müssen sie sich zusammenraufen, um diesen Fall zu lösen.
Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven: Ela, Nicole und Maria, die einen Kiosk betreibt.
Nicole und Ela waren mir nicht sympathisch. Sie überschreiten Grenzen. Beweismittel werden zurückgehalten, Tatsachen verschwiegen.
Eine thematisch überfrachtete Geschichte. Außerdem wird für meinen Geschmack zu viel geraucht. Last but least das weichgespülte Ende.
Fazit: Auftakt einer neuen Thrillerreihe, die in Hamburg verortet ist. It was okay.