Fantasievoll
Mein erster Eindruck von Emma glaubt nicht an Feen ist warm und neugierig zugleich. Das Cover wirkt freundlich und leicht verspielt, ohne überladen zu sein, und vermittelt sofort dieses typische Cornelia‑Funke‑Gefühl von etwas Alltäglichem, das einen magischen Riss bekommt. Der Schreibstil in der Leseprobe liest sich angenehm flüssig, klar und trotzdem mit kleinen funkelnden Momenten, die andeuten, dass hinter Emmas nüchterner Sicht mehr steckt. Die Spannung entsteht leise, eher durch die Atmosphäre und die Frage, wie Emma mit etwas umgehen wird, das sie eigentlich für unmöglich hält. Die Figuren wirken sympathisch und nahbar, besonders Emma, die mit ihrer pragmatischen Art sofort greifbar ist. Ich erwarte eine Geschichte, die behutsam zeigt, wie Fantasie und Realität sich berühren können, ohne kitschig zu werden. Genau deshalb würde ich gern weiterlesen, weil dieser sanfte Übergang ins Magische bei Funke immer eine besondere Wärme hat und man spürt, dass Emma noch einiges entdecken wird.