Eine spannende Geschichte aus der Welt der Feen

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Das Cover von „Emma glaubt nicht an Feen“ hat uns sofort neugierig gemacht und uns in eine spannende Welt entführt. Mich hat es begeistert, wie sehr die Kinder sofort begonnen haben zu rätseln, warum es so dicke Dornenranken gibt, was das Mädchen mit Stift und Papier macht und wer die blau-lila Gestalten sind – das ist doch ein perfekter Einstieg für eine Geschichte!

Diese erzählt von Emma, die es liebt draußen zu sein und die Natur um sie herum zu erforschen. Neben ihrem Garten gibt es einen verwilderten Park, der ihr viele Forschermöglichkeiten bietet und eines Tages entdeckt sie ein sehr ungewöhnliches Insekt, dem sie bis tief in ein Brombeerdickicht folgt. Doch dann ist plötzlich alles anders: das Regenwetter hat sich in Sonnenschein verwandelt, aus dem Gestrüpp ist eine Lichtung mit Blumenwiese geworden und Emma selber ist plötzlich winzig klein. Was ist nur geschehen und wer sind die seltsamen und wütend dreinblickenden Wesen, die über ihr fliegen?

Wir lieben die Erzählweise von Cornelia Funke sehr, haben uns wahnsinnig auf dieses neue Buch gefreut und uns bereitwillig in diese unbekannte Welt entführen lassen. Wieder ist es der Autorin wunderbar gelungen, eine Geschichte zu erschaffen, die in sich so stimmig ist, dass wir wirklich ganz eintauchen und uns für die Zeit der Handlung in dieser neuen Welt einrichten konnten. Emma mochten wir von Anfang an sehr und es war so spannend herauszufinden, dass Feen in diesem Buch so ganz anders sind, als wir sie uns bisher vorgestellt hatten! Mehr verraten wir an dieser Stelle aber nicht, denn es ist einfach zu schön, sich die Einzelheiten selber zu erlesen!

Der Text liest sich sehr leicht und flüssig und ist unserer Meinung nach auch gut geeignet für das angegebene Alter (ab 7 Jahren), wenn er vorgelesen wird. Aber auch meine Nichte mit fast 10 Jahren hatte wirklich Freude an der Geschichte und ich als Erwachsene ebenfalls. Sie ist interessant und spannend, aber nicht zu gruselig und ich mochte es sehr, dass die Autorin für die Achtsamkeit gegenüber der Natur und für Natur- und Umweltschutz plädiert. Mit ihrer Geschichte schafft sie das ohne erhobenen Zeigefinger, sondern mit Empathie und Freude, was meiner Meinung nach immer der bessere Weg ist!

Bei den Bildern von Elias Linnekuhl sind wir uns nicht so ganz einig. Meine Nichte und mein Neffe fanden sie ganz toll, während ich sie auch mag, sie mir allerdings teilweise etwas zu eindimensional oder „glatt“ waren und ich mir mehr Ausdruck in der Mimik der Figuren gewünscht hätte. Da ich aber überstimmt wurde, können wir diesem Buch uneingeschränkte 5 Sterne schenken, denn wir hatten eine wundervolle Lesezeit an einem verregneten Wochenende!

Ein weiteres Highlight war für mich, dass die Geschichte zu Gesprächen anregte, die Kinder plötzlich vermehrt Fragen zu bestimmten Pflanzen hatten, wir recherchieren mussten und mein Neffe auch sehr aufmerksam im Garten unterwegs war, um mal nachzuschauen, ob nicht vielleicht doch auch bei uns Feen aus den Blüten purzeln könnten, woraus tolle Spiele entstanden sind. Und wenn wir es richtig verstehen, dann wird es wohl auch weitere Geschichten von Emma und der Welt der Feen geben, worauf wir uns bereits jetzt sehr freuen! Wir empfehlen diese Geschichte von Herzen und wünschen euch ganz viel Freude beim Kennenlernen!