Ich vermisse den gewohnten Funken
Allgemeines:
„Emma glaubt nicht an Feen“ ist ein liebevoll illustriertes Kinderbuch, das sich mit der Natur und dem Glauben an das Bewahren ebendieser beschäftigt. Geschrieben hat es niemand anderes als Cornelia Funke, illustriert wurde es von Elias Linnekuhl. Die 192 Seiten werden vom Insel Verlag ab einem Lesealter von sieben Jahren empfohlen. Achtung: Bitte nicht sofort darauf verlassen, mit sieben Jahren ist es vermutlich nur in Begleitung möglich, ein solches Buch zu lesen und vor allem zu erfassen.
Meine Meinung:
Ich weiß gar nicht so recht, wie ich anfangen soll. Habe ich doch über dieses Buch einer meiner liebsten Autorinnen bisher nur gute und begeisterte Rezensionen gelesen. Hier und da wird mal ganz vorsichtig kritisiert, aber das, was ich beim Lesen empfunden habe, habe ich bisher ganz selten gelesen. Ich habe mich gefragt, woran das liegt. Und dafür muss ich kurz auf die persönliche Ebene gehen.
Ich liebe die Bücher von Cornelia Funke sehr. Mit ihr bin ich ins Bandenleben eingestiegen, habe Marmeladenglasmomente mit den wilden Hühnern gesammelt und jedes Jahr von neuem habe ich mich nach einem verzauberten Adventskalender gesehnt. Ich habe meinem Bruder beim Vorlesen der Gespensterjäger gelauscht. Ben, Lung und Schwefelfell begleitete ich, auf Mississippi passte ich mit auf, Igraine bewunderte ich, für den Herrn der Diebe habe ich vielleicht ein bisschen geschwärmt und Zauberzunge hat mich endgültig in die Welt der Bücher entführt. Man merkt also, dass ich von so vielen ihrer Bücher begeistert war, ihnen wohnte Magie inne, auf die ein oder andere Weise erzeugten sie beim Lesen große Gefühle. Und genau das hat mir beim Lesen von „Emma glaubt nicht an Feen“ gefehlt. Das liegt mitnichten an meinem Alter, mir fällt es stets sehr leicht, mich in andere Perspektiven hineinzuversetzen. Nein, mir hat dieser Zauber gefehlt.
Insgesamt lesen wir eine schön illustrierte solide Geschichte über ein 11 jähriges Mädchen, das ein spannendes Abenteuer mit magischen Wesen erlebt. Ab und zu kommt während dieses Abenteuers der erhobene Zeigefinger raus, Umwelt, Natur, etc. und die Gefühle der Protagonistin scheinen sich manchmal zu wiederholen.
Emma erlebt Dinge, die viele Kinder, die gar nicht mehr draußen spielen, sich vermutlich schwer vorstellen können. Und vielleicht ist dieses Buch an der Stelle dann genau richtig. Es versucht, der Natur wieder das zuzuschreiben, was uns alle früher als Kinder an ihr so fasziniert hat. Abenteuer lauern doch eigentlich an jeder Ecke und das müssen einige Kinder heute erst lernen.
In meinen Augen kann eine Erstleserin oder ein Erstleser dieses Buch mit 7 Jahren dann noch nicht alleine lesen oder erfassen. Dafür müsste man schon ein bisschen Leseerfahrung mitbringen, die Protagonistin ist ja auch 11, meistens ist das Alter ja relativ deckungsgleich. Vier Jahre Unterschied sind in der Altersspanne schon zu viel finde ich. Aber da muss jedes Elternteil sein Kind individuell einschätzen.
Viele Kinder, die mit 6 oder 7 in die Schule kommen, sind aufgeregt, wollen entdecken, sind nun endlich groß. Und dann beginnt das Buch damit, dass Schule doof ist. Gleich am Anfang, auf der ersten Seite. Das finde ich ebenfalls ein bisschen schade. Schule kann so viel mehr als doof sein.
Fazit:
Ein Kinderbuch, das einen Reihenauftakt bildet, aber auch losgelöst gelesen werden kann. Insgesamt eine nette Geschichte, die für Leser und Leserinnen ab 9 Jahren geeignet erscheint.
„Emma glaubt nicht an Feen“ ist ein liebevoll illustriertes Kinderbuch, das sich mit der Natur und dem Glauben an das Bewahren ebendieser beschäftigt. Geschrieben hat es niemand anderes als Cornelia Funke, illustriert wurde es von Elias Linnekuhl. Die 192 Seiten werden vom Insel Verlag ab einem Lesealter von sieben Jahren empfohlen. Achtung: Bitte nicht sofort darauf verlassen, mit sieben Jahren ist es vermutlich nur in Begleitung möglich, ein solches Buch zu lesen und vor allem zu erfassen.
Meine Meinung:
Ich weiß gar nicht so recht, wie ich anfangen soll. Habe ich doch über dieses Buch einer meiner liebsten Autorinnen bisher nur gute und begeisterte Rezensionen gelesen. Hier und da wird mal ganz vorsichtig kritisiert, aber das, was ich beim Lesen empfunden habe, habe ich bisher ganz selten gelesen. Ich habe mich gefragt, woran das liegt. Und dafür muss ich kurz auf die persönliche Ebene gehen.
Ich liebe die Bücher von Cornelia Funke sehr. Mit ihr bin ich ins Bandenleben eingestiegen, habe Marmeladenglasmomente mit den wilden Hühnern gesammelt und jedes Jahr von neuem habe ich mich nach einem verzauberten Adventskalender gesehnt. Ich habe meinem Bruder beim Vorlesen der Gespensterjäger gelauscht. Ben, Lung und Schwefelfell begleitete ich, auf Mississippi passte ich mit auf, Igraine bewunderte ich, für den Herrn der Diebe habe ich vielleicht ein bisschen geschwärmt und Zauberzunge hat mich endgültig in die Welt der Bücher entführt. Man merkt also, dass ich von so vielen ihrer Bücher begeistert war, ihnen wohnte Magie inne, auf die ein oder andere Weise erzeugten sie beim Lesen große Gefühle. Und genau das hat mir beim Lesen von „Emma glaubt nicht an Feen“ gefehlt. Das liegt mitnichten an meinem Alter, mir fällt es stets sehr leicht, mich in andere Perspektiven hineinzuversetzen. Nein, mir hat dieser Zauber gefehlt.
Insgesamt lesen wir eine schön illustrierte solide Geschichte über ein 11 jähriges Mädchen, das ein spannendes Abenteuer mit magischen Wesen erlebt. Ab und zu kommt während dieses Abenteuers der erhobene Zeigefinger raus, Umwelt, Natur, etc. und die Gefühle der Protagonistin scheinen sich manchmal zu wiederholen.
Emma erlebt Dinge, die viele Kinder, die gar nicht mehr draußen spielen, sich vermutlich schwer vorstellen können. Und vielleicht ist dieses Buch an der Stelle dann genau richtig. Es versucht, der Natur wieder das zuzuschreiben, was uns alle früher als Kinder an ihr so fasziniert hat. Abenteuer lauern doch eigentlich an jeder Ecke und das müssen einige Kinder heute erst lernen.
In meinen Augen kann eine Erstleserin oder ein Erstleser dieses Buch mit 7 Jahren dann noch nicht alleine lesen oder erfassen. Dafür müsste man schon ein bisschen Leseerfahrung mitbringen, die Protagonistin ist ja auch 11, meistens ist das Alter ja relativ deckungsgleich. Vier Jahre Unterschied sind in der Altersspanne schon zu viel finde ich. Aber da muss jedes Elternteil sein Kind individuell einschätzen.
Viele Kinder, die mit 6 oder 7 in die Schule kommen, sind aufgeregt, wollen entdecken, sind nun endlich groß. Und dann beginnt das Buch damit, dass Schule doof ist. Gleich am Anfang, auf der ersten Seite. Das finde ich ebenfalls ein bisschen schade. Schule kann so viel mehr als doof sein.
Fazit:
Ein Kinderbuch, das einen Reihenauftakt bildet, aber auch losgelöst gelesen werden kann. Insgesamt eine nette Geschichte, die für Leser und Leserinnen ab 9 Jahren geeignet erscheint.