Naturverbundenes Feen-Märchen

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manoman Avatar

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Das Buch handelt von der sehr naturverbunden 11-Jährigen Emma. Durch einen Zufall gerät sie in eine neue Welt voll prächtiger Natur, in der Elfen und ganz viele Pflanzen und Tiere leben. Allerdings sind die Lebewesen in dieser Welt nicht gut auf Menschen zu sprechen und Emma wird sofort als Eindringling erkannt. Deshalb wird sie gestochen, wodurch sie auf Mausgröße schrumpft und von einem Fuchs gefressen werden soll. Doch bevor es soweit kommt, nehmen sich drei nicht ganz so bösartige Elfen ein Herz und wollen Emma wieder in die Menschenwelt zurückbringen. Dies ist ein gefährliches Unterfangen, weil Emma für Füchse, Eulen, Frösche und andere Tiere ein echter Leckerbissen ist.

Gut an der Geschichte finde ich das Setting mitten in der Natur. Die Beschreibungen finde ich gelungen und man kann sich alles gut vorstellen. Die Perspektive als Miniatur-Mensch finde ich sehr originell. Einige Illustrationen veranschaulichen die Geschichte, wobei diese zum Großteil leider nur in schwarz weiß gedruckt wurden.

Was mich beim Lesen gestört hat waren die sich ständig wiederholenden Gedanken von Emma à la "Ich möchte unbedingt in dieser Welt bleiben, es fühlt sich an wie mein Zuhause. Aber oh nein, meine Familie vermisst mich bestimmt, jetzt habe ich ein ganz schlechtes Gewissen." Irgendwie fand ich diesen Gedankengang auch nicht wirklich nachvollziehbar. Man muss sich vorstellen, dass ein junges Mädchen geschrumpft wurde und sich in einer Welt befindet, in der sie von allen als Feind betrachtet wird und allerhand Lebewesen sie am liebsten fressen würden, in der sie nicht eine Nacht ohne den Schutz der drei Feen überleben würde und sie nicht weiß, ob sie jemals wieder zu ihrer Familie zurückkommt. In dieser Situation solche Gedanken zu haben war mir zu unrealistisch und wie schon gesagt wurde mir das auch zu häufig wiederholt. Emma ist auch seeehr passiv, eigentlich macht sie nichts, außer sich von den Feen retten zu lassen.

Abgesehen davon war ich auch bis zum Schluss durcheinander, wer jetzt wer ist. Es gibt verschiedene Feen, zum Beispiel die Walnussfee, die Glockenblumenfee oder die Pusteblumenfee, wobei letztere zwischendurch auch mal kurz die Löwenzahnfee war. Irgendwann hatten die dann auch alle Namen, da war ich dann wirklich raus. Ich habe komplett den Überblick verloren und hätte bis zum Schluss die Namen nicht den Feen zuordnen können.

Zuletzt waren es mir auch zu viele negative Vibes in dem Buch. Mit den drei Feen hat sich Emma zwar mit der Zeit angefreundet, ansonsten war mir die andere Welt aber zu sehr von Zorn, Argwohn und Bösartigkeit geprägt. Das finde ich sehr schade, denn eigentlich hätte ja gerade hier die Schönheit des naturbelassenen und von Menschen verschonten grünen Paradieses für so viele schöne Momente sorgen können. Emma selbst weiß die Natur zwar zu schätzen, aber für mich wurde das Lesen überschattet durch andauernde Gefahr und Skepsis.