Und es gibt sie doch...

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Im neuen Buch von Cornelia Funke tauchen wir ein in Emmas Welt. Kurz dürfen wir sie noch in ihrem zu Hause kennenlernen, wobei hier vor allem ihre Mutter eine große und wichtige Rolle in ihrem Leben zu spielen scheint. Von ihr hat Emma ihre Naturverbundenheit und Liebe zum Grünen. Tatsächlich hält es Emma auch nie lange drinnen aus und brennt darauf, die Umgebung rund um ihr Zuhause zu erkunden. Wie praktisch, dass es hier direkt nebenan einen Wald gibt.

Dort passiert es dann auch, dass Emma auf einmal glaubt, ein Feen-Wesen gesehen zu haben, und ihm folgt. Durch einen Brombeerstrauch tauch sie ein in ein magisches Reich von Feen, doch noch bevor sie sich versieht, schrumpft sie auf deren Größe und wird sich komplett schutzlos sich selbst überlassen...
Emma glaubt ursprünglich zwar nicht an Feen, aber ich schätze, wenn überhaupt, würde sie sich Feen auch ganz anders vorstellen. Schön finde ich, dass jede Fee einer Pflanze zugeordnet ist und diese wohl auch unter ihrem Schutz steht. Den Argwohn und die Feindseligkeit traut man allerdings eigentlich keiner Fee zu.

Hier spielt Cornelia Funke wohl mit der Moral, dass wir als Menschheit leider sehr viel Natur zerstören und unser Herz gar nicht mehr richtig öffnen, um der Natur zuzuhören. Den Gedanken finde ich auch wunderschön, allerdings hat die schon fast boshafte Art der Feen dies für mich stark überschattet. Emma muss in diesem Buch um ihr Überleben kämpfen, hat dafür aber zum Glück drei Feen zur Seite, die sie dabei tatkräftig unterstützen. Ein Abenteuer gewiss, allerdings für mich ein recht passives Abenteuer, überschattet von Argwohn und Feindseligkeit. Eine richtige Freundschaft war für mich zwischen Emma und den drei Feen auch nicht wirklich zu spüren ...

Meine 8-jährige Tochter mochte die Geschichte etwas mehr als ich, daher gibt es doch noch 3 Sterne. Sie war aber anfangs auch eher eingeschüchtert von der ruppigen und unfreundlichen Art der Feen und ihrer Feindseligkeit, Emma den Gefahren bewusst auszusetzen. Ob wir weitere Teile von Emma lesen würden, wage ich zu bezweifeln ...