Wunderschön

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fraulustig Avatar

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Ich werde nach diesem Buch definitiv zweimal hinschauen, bevor ich auf einen Löwenzahn trete.

Emma ist elf, liebt die Natur und kann mit Schule deutlich weniger anfangen als mit Schnecken, Käfern und Pflanzen. Als sie eines Tages einem geheimnisvollen Wesen folgt, landet sie in einer verborgenen Feenwelt und wird auf Mausgröße geschrumpft. Aus dem neugierigen Streifzug wird ein Abenteuer, bei dem Emma nicht nur einen Weg nach Hause finden muss, sondern auch lernt, dass diese kleine Welt ihre ganz eigenen Regeln hat.

Besonders gefallen hat mir, dass die Feen hier so gar nicht dem klassischen Bild entsprechen. Keine glitzernden, niedlichen Wesen, sondern eigenwillige, teilweise ziemlich ruppige Geschöpfe, die eng mit Pflanzen und der Natur verbunden sind. Gerade diese ungewöhnliche Idee macht die Geschichte für mich besonders.

Überhaupt steckt erstaunlich viel Naturverbundenheit in dem Buch, ohne dass die Botschaft ständig mit erhobenem Zeigefinger daherkommt. Es geht um Freundschaft, Mut, Vertrauen und darum, genauer hinzusehen. Vielleicht auch mal auf die kleinen Dinge, die wir sonst einfach übersehen.

Emma selbst ist eine sympathische Hauptfigur, die nicht perfekt ist, aber genau deshalb gut funktioniert. Ich mochte ihre Neugier und ihren Entdeckerdrang sehr. Auch die Entwicklung ihrer Beziehungen zu den Feen fand ich schön, weil Vertrauen hier erst entstehen muss.

Die Illustrationen ergänzen die Geschichte wunderbar und machen die kleine, wilde Welt noch greifbarer.

Für mich ist das ein richtig schöner Ferienroman zum Vorlesen und Selberlesen. Nicht die actionreichste Fantasygeschichte, aber eine liebevolle, fantasievolle Reise, nach der man vermutlich etwas aufmerksamer durch den nächsten Park läuft.