Toller Einstieg.

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aerdna Avatar

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Interessante Geschichte, ein ganz klassischer Einstieg. Liest sich kurzweilig und einladend. „Fäden des Glücks“ hat genau die richtige Mischung aus Emotionalität und Pragmatismus, um anrührend, aber nicht rührselig zu sein.
Mir gefällt die Idee der geerbten „Bruchbude“, der Frage nach Zuhause, Heimat und Wahlfamilie, die sich hier schon schön andeutet.
Karlas belastete Familie an verschiedenen Orten heimatlos, die Zweitfamilie am eigentlich nur Urlaubsort, der sich letztlich als der Fixpunkt in ihrem Leben anfühlt und lange in Vergessenheit geraten war.
Das berührt und klingt an, denn wer hat sich nicht schon einmal gefragt, an welchen Ort, zu welchen Menschen er gehört.
Und auch die Suche nach den eigenen Leidenschaften, der Berufung im Leben, die einem ein Gefühl von Sinn vermittelt, holt mich ab.
Es bleibt spannend, welche Entscheidungen hier wohl noch getroffen werden, die das Leben schon weiß, nur Karla noch nicht.
Ich kann mir vorstellen, dass wir hier eine inspirierende Entwicklung erwarten dürfen und bin gespannt.
Das Cover gefällt mir gar nicht.
Thematisch passt es natürlich, mir ist es aber zu willkürlich zusammengewürfelt. Das Herz, das Besondere, aus dem Buch fehlt mir darin und es macht einen wenig wertigen Eindruck auf mich.
Ich würde dahinter gar nicht diese gute Schreiberei vermuten. Es wirkt wie ein beliebiger, austauschbarer Liebes- oder ähnlicher Roman.
Ich glaube aber, dass das Buch mehr liefern wird. Die Zwischentöne wirken sehr feinsinnig und lassen hoffen.
Ich würde bei diesem Cover nicht hinschauen, weil ich etwas erwarten würde, das mich für gewöhnlich langweilt.