Wo Nadel und Faden zerbrochene Seelen heilen: Heimkehr, Liebe und das Nähen von Wunden.

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anastasia_m Avatar

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Fäden des Glücks“ von Marit Warncke ist ein Roman, der unter die Haut geht: Die erschöpfte Unternehmensberaterin Karla kehrt gebrochen ans Mecklenburg-Vorpommernsche Gutshaus ihrer Kindheit zurück, wo alte Wunden aufbrechen und das Herz neu schlagen lernt.

Karla träumt von kaltem Verkauf und Neustart, doch die knarzenden Dielen des Gutshauses flüstern Erinnerungen wach – an zerbrochene Bande, vergrabene Träume und Rasmus, die erste, nie ganz erloschene Liebe. Jede Faser ihres Seins vibriert, als er mit rauen Händen die Renovierung beginnt und etwas Langvergisstes in ihr entflammt. Eine vergessene Nähmaschine wird zur Zauberin, die nicht nur Stoff, sondern ihre zersplitterte Seele Stück für Stück zusammennäht.

Der Roman webt Themen wie Heilung, zweite Chancen und das Finden von Glück in Alltagsdingen ein, umrahmt von der nostalgischen Atmosphäre des norddeutschen Lüttenbüs mit tollen Nähprojekten und Romantik. Ein Familiengeheimnis bringt alles ins Wanken und hält die Spannung bis zum Schluss.