Ein Neuanfang

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chabli Avatar

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„Fäden des Glücks“ von Marit Warncke hat mich vor allem mit seinen Figuren überzeugt. Im Mittelpunkt steht Karla, die nach einem Tiefpunkt zurück in ihr Elternhaus nach Lüttenbü kehrt, um es zu renovieren und zu verkaufen. Dabei wird schnell klar, dass sie nicht nur ein Haus aufräumt, sondern auch ihre eigene Vergangenheit. Besonders ihre Entwicklung wirkt sehr greifbar und ehrlich.

Mit Rasmus, ihrer ersten großen Liebe, wird es emotional, weil alte Gefühle und offene Fragen wieder hochkommen. Auch Nebenfiguren wie Erika geben der Geschichte zusätzliche Tiefe und machen das Dorfleben lebendig.

Die Mischung aus Renovierung, Nähen und Familiengeheimnissen fügt sich stimmig zusammen und sorgt für eine warme, ruhige Atmosphäre. An manchen Stellen etwas gemächlich, aber dafür sehr gefühlvoll und nah an den Charakteren. Insgesamt eine schöne Wohlfühlgeschichte mit Herz.

Besonders berührt hat mich die Liebe zur Handarbeit. Da ich selbst seit vielen Jahren unglaublich gern häkel, kann ich dieses Hobby sehr gut nachvollziehen. Auch die Nähanleitung am Schluss des Buches gefällt mir sehr gut. Hätte ich ein Händchen fürs Nähen, würde ich es sofort ausprobieren.