Entschleunigend

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mausebenchen Avatar

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Das Buch hat eine sehr klassische Aufmachung. Keine Schnörkel, eher etwas urig gemütliches.
Der Anfang und Karla an sich sind mir sofort sympathisch, ihre klare direkte Art und ihre Fähigkeit sich eigene Fehler einzugestehen machen sie sehr nahbar und echt.

Auch wenn mir der Ort Lüttenbü so gar nichts sagt, kann ich ihn mir aufgrund der Beschreibung von Umgebung und Menschen sehr gut vorstellen. Und erst der Mann aus jungen Jahren, hier Rasmus genannt….

Ich habe selten einen so passenden Namen gehört, man sieht ihn praktisch sofort vor sich, ein ganzer Mann. Die Dynamik zwischen ihm und Karla gefällt mir und die Art und Weise wie Stück für Stück zurück geblickt wird auch.
Insgesamt ist es eine sehr leise und unaufgeregte Geschichte die dennoch viel Spaß macht. Einziger Kritikpunkt von mir: ich hätte mir bei dem verschwundenen Tagebuch aus Kriegszeiten irgendwie mehr gewünscht. Sowohl vom Inhalt als auch was aus den Menschen wurde.
Obwohl es einen sehr kleinen Teil des Buches ausgemacht hat sah ich durchaus Potential für viel mehr. Schade drum. Am Ende aber dennoch 4 ⭐️⭐️⭐️⭐️ von mir.