Etwas zu oberflächlich

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ullilein287 Avatar

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Karla hat ihren Job als Unternehmensberaterin in der Großstadt verloren. Jetzt hat sie Zeit, das alte Ferienhaus ihrer Kindheit zu renovieren und zu verkaufen. Im idyllischen Örtchen Lüttenbü angekommen holen sie aber nostalgische Erinnerungen, ihre Liebe zu ihrer alten Nähmaschine, ein Tagebuch aus der Vergsngenheit des Hauses sowie ihre alte Jugendliebe Rasmus ein.
Der Roman vermittelt eine schöne Wohlfühlatmosphäre. Dennoch hat mich die Geschichte nicht fesseln können. Die Ereignisse und Handlungen waren für mich etwas zu sehr zusammengewürfelt und hatten zu wenig Tiefe. Die parallelen Beschreibungen der Gegenwart, der Vergangenheit vor 10 Jahren und die kurzen Einblicke in das Tagebuch der Kriegszeit versuchten zwar Spannung aufzubauen, waren für mich aber eher frustrierend. Ich konnte viele Dialoge und Gefühle nicht unbedingt nachvollziehen und habe mich teilweise auch über die Personen geärgert, dass sie ihre eigene Meinung nicht einfach aussprechen und das Ganze unnötig in die Länge ziehen. Auch die Renovierung des Hauses, mit der gleichzeitigen Wiederentdeckung der Leidenschaft zum Nähen war für mich nicht ganz real. Karla hatte ihren Job verloren, musste eine wichtige Steuer bezahlen und hatte Geldsorgen im Hinterkopf. Plötzlich schafft sie es ohne Prpbleme und scheinbar innerhalb von wenigen Tagen ein ganzes Haus eigenhändig zu renovieren und gleichzeitig verbrachte sie viele Stunden an der Nähmaschine: das hat mir zeitlich und auch physisch nicht ganz gepasst.
Wenn man es aber schafft, darüber hinwegzusehen, war es eine ganz nette, wenn auch sehr vorhersehbare Geschichte.