Nähen verbindet nicht nur Stoffe

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summergirl2102 Avatar

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Wenn man das Buch in den Händen hält, fällt als erstes das wunderschöne Cover in angenehmer Farbgebung auf.
Man sieht einen Nähplatz, der mit seinem frischen Blumenstrauß einfach einladend aussieht.
Auch die kleinen Zeichnungen des Nähzubehörs sind so liebevoll gestaltet und gefallen mir sehr gut.

Das hübsche Cover ist aber keinesfalls eine Mogelpackung.
Auch die Geschichte ist sehr schön und berührend.
Die Protagonistin Karla macht hier eine Reise in ihre Jugend und ist mit einem Potpourri an Gefühlen konfrontiert.
Die Autorin hat mir die Charaktere durch ihre Beschreibung anschaulich näher gebracht und auch für mich beim Lesen eine angenehme Wohlfühlatmosphäre geschaffen.
Das Nähen spielt, wie der Titel und das Cover bereits vermuten lassen, eine zentrale Rolle, aber es geht noch um sehr viel mehr.
Es geht um Liebe, alte Missverständnisse, Freundschaft, Heilung, Entscheidungen, Selbstfindung, Kreativität und auch um eine ernste Thematik, die ihre Aufmerksamkeit verdient.
Der Schreibstil hat mir so gut gefallen, dass ich das Buch am Liebsten in einem Rutsch gelesen hätte und mir gleichzeitig gewünscht habe, dass es niemals endet.
Auch ich durchlief beim Lesen mehrere Gefühlsebenen von Freude, Harmonie, Tränen der Trauer sowie auch Tränen der Freude.
Gleichzeitig habe ich mich inspiriert gefühlt und hätte mich auch gerne an die Nähmaschine gesetzt und noch viel lieber wäre ich ein Teil des Näh-Schnacks gewesen.

Mir hat dieser Roman von der mir bisher unbekannten Marit Warncke sehr gut gefallen und ich empfehle ihn ganz klar weiter.