Vielleicht eine neue Chance?

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Karla verliert ihren Job, bisher arbeitete sie in einer Unternehmensberatung, sie hatte wohl Informationen weitergegeben an einen Kunden. Als wenn dies nicht schon genug wäre, erhält sie nun auch noch Post vom Finanzamt. Sie hatte wohl versäumt, die Grundsteuer, für das Ferienhaus in Mecklemburg-Vorpommern zu bezahlen, das sie von ihrem Vater Geert hatte. Kurzerhand entschließt sie sich, sich dorthin zu begeben um diese Sache zu klären. Dort erwartete sie ein verwittertes Gutshaus, aber die Schäden schienen beim ersten Anblick, dann doch nicht so groß zu sein, wie sie vermutete. Sie möchte dieses Objekt verkaufen. Doch dann, kam es auch noch zu einer Havarie. Auf der Suche nach einem Handwerker, trifft sie ausgerechnet auf Rasmus. Er hatte ihr vor vielen Jahren, das Herz gebrochen. Doch jetzt zeigt er sich von einer ganz anderen Seite. Er ist hilfsbereit. Durch ihn, lernt sie Vi kennen, eine Hobbyschneiderin. Hier entdeckt sie ihre alte Leidenschaft wieder und ihr Leben erhält, durch die beiden, wieder einen ganz neuen Sinn.

Der Schreibstil ist fließend und bildhaft. Die Autorin erzählt uns hier sehr warmherzig, diese Geschichte. Der Einstieg erfolgt hier sehr spannend. Abwechselnd wird hier in der Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Allerdings scheint das ganze sehr vorhersehbar, obwohl sie uns hier nur häppchenweise erzählt was damals geschah. Das Ganze scheint mir dennoch etwas unausgeglichen. Einmal sehr spannend und dann plätschert die Geschichte nur so dahin. Hier wurde außerdem noch ein weiterer Aspekt eingebaut, Karla fand ein Tagebuch. Hier gibt es Einträge von 1943. Auch hier erhalten wir nur häppchenweise Informationen, die eigentlich die Geschichte interessant machen, aber die Abstände hier waren mir zu groß. Das sind aber auch nur meine persönlichen Eindrücke. Dennoch ist es ein sehr schöner Wohlfühlroman, den man sehr gerne weiter empfiehlt.