Die Brüder Grimm - nicht nur Märchenerzähler
Ich bin mit den Märchen der Gebrüder Grimm aufgewachsen und liebe sie noch heute wie damals. Aber wer waren diese Brüder, die mir diesen Märchenschatz geschenkt haben und diese Frage war mein Antrieb, das Buch zu lesen.
Zuerst fällt die liebevolle Aufmachung des Buches ins Auge mit Bildern vor jedem Kapitel, sprechenden Überschriften und einer Begriffsdefinition aus ihrem Wörterbuch , ebenfalls ein bahnbrechendes und wichtiges Werk aus ihrer Feder.
Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht leicht. Grund war die Fülle an Personen, die gleich zu Beginn vorgestellt wurden . Angefangen bei den weiteren Geschwistern - vier an der Anzahl - bis hin zu vielen Freunden und bedeutenden Personen, die ihren Weg gekreuzt haben. Ich bin immer wieder überrascht, wie stark vernetzt die einschlägigen Kreise waren, ohne Internet oder Telefon. Man hat dafür Briefe geschrieben, die zu wertvollen historischen Quellen wurden und ist viel gereist.
Kindheit und Jugend sind geprägt vom frühen Tod des Vaters und damit einhergehender Geldnot. Dank des familiären Zusammenhalts konnten Wilhelm und Jakob dennoch studieren. Die beiden hatten eine sehr enge Beziehung und teilten immer einen gemeinsamen Haushalt, auch als Wilhelm eine eigene Familie hatte.
Jakob war in meinen Augen derjenige, der eher ein Eigenbrötler war und nur für seine Bücher und seine Forschungen lebte. Dass er einem Broterwerb nachgehen musste, war eine leidige Pflicht und in seinen Augen verschwendete Zeit. Für mich überraschend war er Teilnehmer am Wiener Kongress und Abgeordneter in der Paulskirche. Wilhelm war seiner Umgebung mehr zugewandt und in meinen Augen umgänglicher. Die bedeutenden Forschungen wären ohne ihn nicht möglich gewesen. Die Hingabe an ihre Aufgabe hat mich aufrichtig beeindruckt.
Ich würde ihr Leben nicht als Märchen bezeichnen. Dafür war es zu viele Schicksalsschläge . Gerade Wilhelm war seine ganzes Leben lang kränklich und musste oft das Bett hüten. Auch war da die Sorge um die drei jüngeren Brüder, die nie so richtig im Leben Fuß gefasst haben.
Ich fand die Biographie lesenswert, wenn auch manchmal sperrig zu lesen. Sie gibt ein umfassendes Bild der damaligen Zeit und hat mir die beiden Gelehrten näher gebracht. Ihre Hingabe an die Wissenschaft nötigt mir Respekt ab und mir wurde erst jetzt so richtig bewusst, welch unfassbar wichtigen Beitrag sie für die Germanistik erbracht haben.
Zuerst fällt die liebevolle Aufmachung des Buches ins Auge mit Bildern vor jedem Kapitel, sprechenden Überschriften und einer Begriffsdefinition aus ihrem Wörterbuch , ebenfalls ein bahnbrechendes und wichtiges Werk aus ihrer Feder.
Der Einstieg ins Buch fiel mir nicht leicht. Grund war die Fülle an Personen, die gleich zu Beginn vorgestellt wurden . Angefangen bei den weiteren Geschwistern - vier an der Anzahl - bis hin zu vielen Freunden und bedeutenden Personen, die ihren Weg gekreuzt haben. Ich bin immer wieder überrascht, wie stark vernetzt die einschlägigen Kreise waren, ohne Internet oder Telefon. Man hat dafür Briefe geschrieben, die zu wertvollen historischen Quellen wurden und ist viel gereist.
Kindheit und Jugend sind geprägt vom frühen Tod des Vaters und damit einhergehender Geldnot. Dank des familiären Zusammenhalts konnten Wilhelm und Jakob dennoch studieren. Die beiden hatten eine sehr enge Beziehung und teilten immer einen gemeinsamen Haushalt, auch als Wilhelm eine eigene Familie hatte.
Jakob war in meinen Augen derjenige, der eher ein Eigenbrötler war und nur für seine Bücher und seine Forschungen lebte. Dass er einem Broterwerb nachgehen musste, war eine leidige Pflicht und in seinen Augen verschwendete Zeit. Für mich überraschend war er Teilnehmer am Wiener Kongress und Abgeordneter in der Paulskirche. Wilhelm war seiner Umgebung mehr zugewandt und in meinen Augen umgänglicher. Die bedeutenden Forschungen wären ohne ihn nicht möglich gewesen. Die Hingabe an ihre Aufgabe hat mich aufrichtig beeindruckt.
Ich würde ihr Leben nicht als Märchen bezeichnen. Dafür war es zu viele Schicksalsschläge . Gerade Wilhelm war seine ganzes Leben lang kränklich und musste oft das Bett hüten. Auch war da die Sorge um die drei jüngeren Brüder, die nie so richtig im Leben Fuß gefasst haben.
Ich fand die Biographie lesenswert, wenn auch manchmal sperrig zu lesen. Sie gibt ein umfassendes Bild der damaligen Zeit und hat mir die beiden Gelehrten näher gebracht. Ihre Hingabe an die Wissenschaft nötigt mir Respekt ab und mir wurde erst jetzt so richtig bewusst, welch unfassbar wichtigen Beitrag sie für die Germanistik erbracht haben.