Ruhig erzählt, ein guter Einsteigerthriller mit viel Spice
Auf dieses Buch war ich neugierig, vor allem wegen des Settings: ein einsamer Wachturm mitten in einem amerikanischen Nationalpark, abgeschieden, nur Funkgerät und eigene Gedanken. Genau die Art von Ort, die sofort Spannung verspricht. Tatsächlich nimmt dieser Schauplatz aber weniger Raum ein, als ich erwartet hatte.
Im Zentrum stehen Robin, seine Trauer um den verschwundenen Aaron und seine Beziehung zu Kian, der als möglicher Täter im Raum steht. Diese Konstellation trägt die Geschichte. Weniger das Außen, mehr das, was zwischen den Figuren passiert.
Der Ton ist ruhig, fast zurückgenommen, dabei sehr kontrolliert. Kein unnötiges Ausschmücken, sondern ein Erzählen, das sich auf das Wesentliche konzentriert. Besonders hängen geblieben ist mir die Dynamik zwischen Robin und Kian. Misstrauen und Nähe liegen dicht beieinander, ebenso Begehren und Abwehr. Diese Ambivalenz macht vieles aus.
Wer hier einen klassischen Thriller erwartet, wird vermutlich irritiert sein. Die Spannung entsteht nicht durch permanente Wendungen, sondern durch das, was unausgesprochen bleibt. Gleichzeitig gibt es Passagen, die für mich nicht viel zur Entwicklung beigetragen haben, gerade die expliziteren Szenen wirkten stellenweise etwas losgelöst vom Rest.
Auch das Ende kam für mein Empfinden recht abrupt. Nach dem langsamen, atmosphärischen Aufbau hätte ich mir mehr Raum gewünscht.
Trotzdem hat mich das Buch festgehalten. Ich wollte wissen, was mit Aaron passiert ist, und bin drangeblieben. Für mich eher ein psychologisch geprägtes Spannungsbuch als ein klarer Thriller.
⭐ 4 Sterne
Im Zentrum stehen Robin, seine Trauer um den verschwundenen Aaron und seine Beziehung zu Kian, der als möglicher Täter im Raum steht. Diese Konstellation trägt die Geschichte. Weniger das Außen, mehr das, was zwischen den Figuren passiert.
Der Ton ist ruhig, fast zurückgenommen, dabei sehr kontrolliert. Kein unnötiges Ausschmücken, sondern ein Erzählen, das sich auf das Wesentliche konzentriert. Besonders hängen geblieben ist mir die Dynamik zwischen Robin und Kian. Misstrauen und Nähe liegen dicht beieinander, ebenso Begehren und Abwehr. Diese Ambivalenz macht vieles aus.
Wer hier einen klassischen Thriller erwartet, wird vermutlich irritiert sein. Die Spannung entsteht nicht durch permanente Wendungen, sondern durch das, was unausgesprochen bleibt. Gleichzeitig gibt es Passagen, die für mich nicht viel zur Entwicklung beigetragen haben, gerade die expliziteren Szenen wirkten stellenweise etwas losgelöst vom Rest.
Auch das Ende kam für mein Empfinden recht abrupt. Nach dem langsamen, atmosphärischen Aufbau hätte ich mir mehr Raum gewünscht.
Trotzdem hat mich das Buch festgehalten. Ich wollte wissen, was mit Aaron passiert ist, und bin drangeblieben. Für mich eher ein psychologisch geprägtes Spannungsbuch als ein klarer Thriller.
⭐ 4 Sterne