eine ungewöhnliche, sprachlich besondere und gesellschaftskritische Geschichte
Das Ticken der Zeit von Ilona Banister ist eines dieser Bücher, bei denen ich nach dem Lesen erst einmal kurz überlegen musste, was ich da eigentlich gerade gelesen habe. Denn diese Geschichte ist so völlig anders als vieles, was ich sonst lese.
Auf einem Bahnsteig stehen fünf Menschen. In fünf Minuten fährt der Zug ein – und eine dieser fünf Personen wird sterben. Während die Zeit heruntertickt, lernen wir ihre Lebensgeschichten kennen: was sie geprägt hat, welche Entscheidungen sie getroffen haben und was sie zu den Menschen gemacht hat, die sie heute sind.
Brillant fand ich die Sprache: derb, klar, pragmatisch und manchmal schonungslos und gleichzeitig poetisch. Der auktoriale Erzähler wendet sich immer wieder direkt an uns Leserinnen und Leser und macht aus der Geschichte ein Gedankenexperiment auf einer ganz eigenen Metaebene.
Je näher der Zug kommt, desto mehr verändert sich der Blick auf die fünf Menschen. Man urteilt, hinterfragt und bekommt Einblicke in Vergangenheit und Zukunft; nicht nur der fünf Personen, sondern auch anderer Menschen, die auf diesem Bahnsteig stehen. Genau dadurch wird die Geschichte für mich auch gesellschaftskritisch.
Das Ticken der Zeit ist keine leichte und schon gar keine romantisierende Betrachtung des Lebens. Es ist derb, aufwühlend, manchmal unbequem und hat mich trotzdem – oder gerade deshalb – sehr berührt/betroffen gemacht.
Wer einmal etwas völlig anderes lesen möchte und Lust auf eine ungewöhnliche, sprachlich besondere und gesellschaftskritische Geschichte hat, sollte sich dieses Buch anschauen.
⭐⭐⭐⭐⭐ 5/5 Sterne
Auf einem Bahnsteig stehen fünf Menschen. In fünf Minuten fährt der Zug ein – und eine dieser fünf Personen wird sterben. Während die Zeit heruntertickt, lernen wir ihre Lebensgeschichten kennen: was sie geprägt hat, welche Entscheidungen sie getroffen haben und was sie zu den Menschen gemacht hat, die sie heute sind.
Brillant fand ich die Sprache: derb, klar, pragmatisch und manchmal schonungslos und gleichzeitig poetisch. Der auktoriale Erzähler wendet sich immer wieder direkt an uns Leserinnen und Leser und macht aus der Geschichte ein Gedankenexperiment auf einer ganz eigenen Metaebene.
Je näher der Zug kommt, desto mehr verändert sich der Blick auf die fünf Menschen. Man urteilt, hinterfragt und bekommt Einblicke in Vergangenheit und Zukunft; nicht nur der fünf Personen, sondern auch anderer Menschen, die auf diesem Bahnsteig stehen. Genau dadurch wird die Geschichte für mich auch gesellschaftskritisch.
Das Ticken der Zeit ist keine leichte und schon gar keine romantisierende Betrachtung des Lebens. Es ist derb, aufwühlend, manchmal unbequem und hat mich trotzdem – oder gerade deshalb – sehr berührt/betroffen gemacht.
Wer einmal etwas völlig anderes lesen möchte und Lust auf eine ungewöhnliche, sprachlich besondere und gesellschaftskritische Geschichte hat, sollte sich dieses Buch anschauen.
⭐⭐⭐⭐⭐ 5/5 Sterne