Ein privilegiertes Leben?
Belle Burden, ihr Ehemann (hier 'James' genannt) und ihre drei Kinder führen ein Bilderbuchleben mit Apartment in New York und einem Haus auf Martha's Vineyard. Wer dort lebt, gehört zu den oberen Zehntausend der amerikanischen Gesellschaft, der hat es geschafft. Beide, Belle und James, sind höchst gebildet und haben Eliteuniversitäten besucht, doch das Geld kommt vor allem von Belle, einer reichen Erbin, die allerdings 50% ihres Geldes auf James überschrieben hat.
Doch dann findet dieses Leben ein jähes Ende, als James nicht nur eine Affäre hat, sondern gleich noch verkündet, dass er Frau, Kinder und Haus verlassen wird. Er sagt, dass er dieses Leben nicht mehr möchte. "Fremde" von Belle Burden handelt von dieser Trennung aus der Sicht der Verlassenen. Damit gibt es persönliche Einblicke in das Leben der reichen New Yorker Familie, und wenn sich dieses Buch auch wie ein Sog liest, so muss man dabei stets auch bedenken, dass sicher auch Teil des Rachefeldzugs am Ehemann ist, der damit bloßgestellt wird und sicher auch professionell Einbußen hat. Er hat hier keine Chance, die Dinge aus seiner Sicht zu schildern.
Dass dieses privilegierte Leben nicht so erstrebenswert scheint, zeigt sich im Buch bereits am Tag vor dem großen Knall: Es ist Lockdown, es wird aber auch gleich deutlich, dass die gesamte Familie ihren eigenen Tätigkeiten nachgeht, zusammen, aber dennoch allein ist. Die Kinder spielen Fortnite, sitzen vor dem Fernseher, essen Chips über Chips... Die Eltern gehen eigenen Tätigkeiten nach, während der Siebzehnjährige den Lockdown sogar in einer anderen Familie verbringt.
Der Ehemann James scheint nicht aus einer solch privilegierten Familie zu stammen; er hat sich eher selbst hochgearbeitet. Er hat sich dieses Leben sicher toll vorgestellt, doch nun gemerkt, was sicher so alles dahinter steckt: der Verlust der Authentizität, wenn man stets nur mit den anderen mithalten muss und das Leben am Ende mehr Schein als Sein ist. Daher kann ich ihn verstehen, wenn er geht. Belle Burden hat wohl bis heute seine Gründe, die er nicht nennt, nicht verstanden, ich meine, ich verstehe sie sofort, als er sagt: " Ich will dieses Leben nicht mehr.".
Man muss "Fremde" wohl sicher als Abrechnung verstehen und nicht alles für bahre Münze nehmen. Aber das Buch liest sich wie ein Roman mit tollen Naturbeobachtungen und einem mitreißenden Schreibstil. Mir hat es bisher sehr gut gefallen, daher würde ich "Fremde" von Belle Burden hier gern vorab lesen.
Doch dann findet dieses Leben ein jähes Ende, als James nicht nur eine Affäre hat, sondern gleich noch verkündet, dass er Frau, Kinder und Haus verlassen wird. Er sagt, dass er dieses Leben nicht mehr möchte. "Fremde" von Belle Burden handelt von dieser Trennung aus der Sicht der Verlassenen. Damit gibt es persönliche Einblicke in das Leben der reichen New Yorker Familie, und wenn sich dieses Buch auch wie ein Sog liest, so muss man dabei stets auch bedenken, dass sicher auch Teil des Rachefeldzugs am Ehemann ist, der damit bloßgestellt wird und sicher auch professionell Einbußen hat. Er hat hier keine Chance, die Dinge aus seiner Sicht zu schildern.
Dass dieses privilegierte Leben nicht so erstrebenswert scheint, zeigt sich im Buch bereits am Tag vor dem großen Knall: Es ist Lockdown, es wird aber auch gleich deutlich, dass die gesamte Familie ihren eigenen Tätigkeiten nachgeht, zusammen, aber dennoch allein ist. Die Kinder spielen Fortnite, sitzen vor dem Fernseher, essen Chips über Chips... Die Eltern gehen eigenen Tätigkeiten nach, während der Siebzehnjährige den Lockdown sogar in einer anderen Familie verbringt.
Der Ehemann James scheint nicht aus einer solch privilegierten Familie zu stammen; er hat sich eher selbst hochgearbeitet. Er hat sich dieses Leben sicher toll vorgestellt, doch nun gemerkt, was sicher so alles dahinter steckt: der Verlust der Authentizität, wenn man stets nur mit den anderen mithalten muss und das Leben am Ende mehr Schein als Sein ist. Daher kann ich ihn verstehen, wenn er geht. Belle Burden hat wohl bis heute seine Gründe, die er nicht nennt, nicht verstanden, ich meine, ich verstehe sie sofort, als er sagt: " Ich will dieses Leben nicht mehr.".
Man muss "Fremde" wohl sicher als Abrechnung verstehen und nicht alles für bahre Münze nehmen. Aber das Buch liest sich wie ein Roman mit tollen Naturbeobachtungen und einem mitreißenden Schreibstil. Mir hat es bisher sehr gut gefallen, daher würde ich "Fremde" von Belle Burden hier gern vorab lesen.