Krasser Bruch

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herbstwindtraum Avatar

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Das Buch startet sehr ruhig, fast idyllisch, mit den Fischadlern auf Martha’s Vineyard und dem scheinbar stabilen Familienleben von Belle und James. Gerade diese Ruhe macht den Bruch dann umso härter: Mitten im Lockdown, nach einem normalen Familienabend mit Kamin, Essen und Kindern, bekommt Belle eine Voicemail von einem fremden Mann, der ihr sagt, dass James eine Affäre mit seiner Frau hat. Ab da kippt alles sehr schnell. Erst entschuldigt James sich noch, dann fährt er am nächsten Morgen zu der anderen Frau und sagt, er wolle sich scheiden lassen. Besonders stark ist, wie der Text diesen Schock nicht dramatisch von außen erzählt, sondern aus Belles völlig überforderter Innenperspektive. Sie versucht gleichzeitig, nicht zusammenzubrechen, die Kinder zu schützen und zu begreifen, wie ihr Mann innerhalb weniger Stunden zu einem Fremden werden konnte. Ich würde das Buch weiterlesen, weil mich interessiert, wie Belle aus dieser extremen Ohnmacht herauskommt, und weil der Anfang sehr gut zeigt, dass es hier nicht nur um eine Affäre geht, sondern um den Zusammenbruch eines ganzen Lebensentwurfs.