Wenn der Mensch, den man liebt, plötzlich ein Fremder ist.

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zerrish Avatar

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Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich direkt angetan. Denn wer kennt es nicht? Fast jeder von uns war bereits in solch einer Situation. Vielleicht nicht direkt in einer Ehe, aber sicherlich in einer Partnerschaft. Als ich dann die Leseprobe geöffnet habe, wurde mir sofort klar, dass dies die Geschichte der Autorin selbst ist. Das macht das Ganze noch viel interessanter, denn wenn man Dinge selbst erlebt hat, schreibt man automatisch absolut authentisch. Genau das hat in mir die Neugier auf mehr geweckt.

Nach einer kurzen Einführung wird einem direkt der Boden unter den Füßen weggezogen. Man wird nicht lange geschont, sondern sofort mit der harten Wahrheit konfrontiert. Was mich an diesem Einstieg so gefesselt hat, ist die unaufgeregte, aber extrem präzise und emotionale Wucht der Sprache. Belle Burden beschreibt das Ende ihrer Ehe nicht mit lautem Drama, sondern mit einer schmerzhaften Klarheit.

Es erschliesst sich bereits auf diesen ersten Seiten, dass es hier um weit mehr als eine „normale“ Trennungsgeschichte geht (sofern eine Trennung überhaupt normal sein kann). Vielmehr geht es um existenzielle Fragen: Kann man einen Menschen jemals wirklich kennen? Kann man sich seiner Sache jemals wirklich sicher sein? Ich erahne hier die Geschichte einer starken Frau, die sich eben nicht in die Opferrolle drängen lässt, wie man es vielleicht im ersten Moment vermuten würde.

Mein Fazit:
Schon jetzt handelt es sich um ein unglaublich fesselndes Buch. Es ist so klar und nahbar geschrieben, dass man sich richtig gut einfühlen und vor allem mitfühlen kann. Ein Buch über Stärke, Urvertrauen und Neuanfänge, auf das ich sehr gespannt bin!