Wenn die Kälte den Schock überholt

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xirxe Avatar

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Der Einstieg über die Fischadler ist wirklich gelungen: das Bild von Treue, Rückkehr, gemeinsamem Nestbau – und dann die stille Vorahnung, dass genau dies Alles zerbricht. Das ist unaufdringliche, gut gesetzte Symbolik, die nicht mit dem Holzhammer arbeitet, sondern sich erst im Nachhinein erschließt.
Die eigentliche Kernszene – der Anruf, das Geständnis, die folgenden Stunden – ist sehr stark. Burden erzählt extrem konkret und sinnlich: die Teigtaschen, die zu dunkel werden, der Fettfleck auf dem Schlafanzug, die Eheringe im Schmuckreiniger. Durch diese banalen Alltagsdetails neben der emotionalen Katastrophe spürt man den Schock als etwas Körperliches, nicht nur Behauptetes.
Nicht so toll finde ich James dargestellt, der mir zu deutlich zu eindeutig böse erscheint. Auch das streckenweise sehr kleinteilige Erzählen – jedes Telefonat, jede Nachricht, jede Formulierung wird protokollarisch aufgelistet – führt zwar zu Authentizität, empfand ich jedoch eher als unnötige Wiederholung.
Alles in allem vermutlich gute Unterhaltung mit echtem emotionalem Sog.