Ausbaufähig
Während der Corona Pandemie bekamen viele Familien Probleme. Man hockte zu sehr aufeinander, ging sich auf die Nerven und konnte den neuen Konflikten nicht entkommen. Was aber, wenn der Konflikt schon vorher existierte, in der räumlichen Nähe jedoch hochkam? Darum geht es in belle Burdens „Fremde. Die Geschichte einer Ehe.“.
Belle und ihr Mann James sind zwanzig Jahre verheiratet. Dann eröffnet er ihr und den gemeinsamen Kindern, dass er sich trennen möchte und eine Affäre hat. In ihrem Roman beschreibt Belle, wie die Maske ihres Mannes fiel und sie sich fragt, mit wem sie verheiratet war…
Das Buch beschreibt eine schwierige Situation zu einer schwierigen Zeit. Belle schildert, wie vieles in ihrer Familie damals unklar war- genau wie mit den Regeln in der Pandemie. Was ist die aktuelle Situation? Worum muss ich mich kümmern? Wo benötige ich Hilfe? All diese Fragen erörtert Belle in einem flüssigen, verständlichen Schreibstil.
Ähnlich wie die Pandemie erfordert die Trennung neue Reglungen. Auch das versucht Belle zu erörtern. Schnell werden hier jedoch erste Stolpersteine offenbart: Ich als Leserin kenne nur Belles (etwas voreingenommene) Sicht der Dinge. Die Gedanken von Freunden, ihren Kindern und James fehlen gänzlich, sodass ein einseitiges Bild entsteht. Was ich stattdessen bekomme ist eine präzise Schilderung über Belles Fehler.
So beschreibt sie, dass das Haus dem Ehepaar gemeinsam gehört, obwohl es ihr Erbe ist. James hat mehr verdient und behält es für sich, während sie für die Kinder zurückgesteckt hat. Ihre Chancen sind schlechter als James, was mehr als einmal deutlich wird und auch ihr Umfeld zerbricht.
Genau das macht das Lesen zum Ende hin schwierig: Es ist keine Millieustudie im Bezugnahme auf ähnliche Fälle (was ich als durchaus spannend empfunden hätte), noch ein Umgang mit der neuen Situation unter Einbeziehung der Kinder (deren Gefühle hätten gerecht geschildert werden können). Stattdessen erwartet mich ein Abgesang auf Belles Ehemann und wie sehr sie zu kämpfen hat (weniger als andere Frauen, da sie Arbeit findet).
Ich habe den Roman insgesamt gerne gelesen, auch wenn ich hier und da etwas anderes erwartet hätte. Insgesamt gebe ich vor allem für den gelungenen Schreibstil inklusive Setting und detaillierter Beschreibung der Situation 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.
Belle und ihr Mann James sind zwanzig Jahre verheiratet. Dann eröffnet er ihr und den gemeinsamen Kindern, dass er sich trennen möchte und eine Affäre hat. In ihrem Roman beschreibt Belle, wie die Maske ihres Mannes fiel und sie sich fragt, mit wem sie verheiratet war…
Das Buch beschreibt eine schwierige Situation zu einer schwierigen Zeit. Belle schildert, wie vieles in ihrer Familie damals unklar war- genau wie mit den Regeln in der Pandemie. Was ist die aktuelle Situation? Worum muss ich mich kümmern? Wo benötige ich Hilfe? All diese Fragen erörtert Belle in einem flüssigen, verständlichen Schreibstil.
Ähnlich wie die Pandemie erfordert die Trennung neue Reglungen. Auch das versucht Belle zu erörtern. Schnell werden hier jedoch erste Stolpersteine offenbart: Ich als Leserin kenne nur Belles (etwas voreingenommene) Sicht der Dinge. Die Gedanken von Freunden, ihren Kindern und James fehlen gänzlich, sodass ein einseitiges Bild entsteht. Was ich stattdessen bekomme ist eine präzise Schilderung über Belles Fehler.
So beschreibt sie, dass das Haus dem Ehepaar gemeinsam gehört, obwohl es ihr Erbe ist. James hat mehr verdient und behält es für sich, während sie für die Kinder zurückgesteckt hat. Ihre Chancen sind schlechter als James, was mehr als einmal deutlich wird und auch ihr Umfeld zerbricht.
Genau das macht das Lesen zum Ende hin schwierig: Es ist keine Millieustudie im Bezugnahme auf ähnliche Fälle (was ich als durchaus spannend empfunden hätte), noch ein Umgang mit der neuen Situation unter Einbeziehung der Kinder (deren Gefühle hätten gerecht geschildert werden können). Stattdessen erwartet mich ein Abgesang auf Belles Ehemann und wie sehr sie zu kämpfen hat (weniger als andere Frauen, da sie Arbeit findet).
Ich habe den Roman insgesamt gerne gelesen, auch wenn ich hier und da etwas anderes erwartet hätte. Insgesamt gebe ich vor allem für den gelungenen Schreibstil inklusive Setting und detaillierter Beschreibung der Situation 3,5 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.