Beeindruckend
Ich bin zufällig über dieses Buch gestolpert und habe eine Leseprobe gelesen, die mich sofort eingenommen und gepackt hat.
Die Memoiren basieren auf einer wahren Begebenheit: Nach zwanzig Jahren Ehe bricht für die fünfzigjährige Belle Burden von einer Sekunde auf die andere die Welt zusammen, als ihr Mann aus heiterem Himmel das Ende ihrer Beziehung verkündet. Mitten im ersten COVID-19-Lockdown lässt er sie mit den drei gemeinsamen Kindern im Ferienhaus auf einer Insel zurück und zieht nach New York. Ohne Aussprache oder nachvollziehbare Gründe bleibt Belle in der Isolation zurück. Für sie folgt ein schmerzhafter Prozess und ein extrem mühsamer Weg: die jahrzehntelange Ehe aufzuarbeiten, eigene Abhängigkeiten zu erkennen und sich Schritt für Schritt eine neue Existenz aufzubauen.
Diese Memoiren haben mich tief berührt und eine riesige Palette an Emotionen in mir ausgelöst. Ich habe beim Lesen eine regelrechte Achterbahnfahrt durchgemacht – von fassunglosem Schmerz, Wut und Verwirrung bis hin zu leiser Hoffnung und echter Inspiration.
Der Schreibstil von Belle Burden ist wunderschön, ruhig und unheimlich dicht. Die Geschichte lebt ganz von ihren Innenansichten; es gibt kaum äußere Handlung, was dem Ganzen aber eine immense emotionale Wucht verleiht. Das Entsetzen über diesen eiskalten Verrat hat mich beim Lesen förmlich eingesaugt. Umso bemerkenswerter fand ich, dass der Erzählton nie in die Bitterkeit einer rächenden Ex-Frau abdriftet, die ihren Mann einfach nur verunglimpfen will. Stattdessen bleibt Belle bei der Suche nach Gründen vor allem bei sich selbst.
Es ist eine schonungslos ehrliche Bestandsaufnahme ihres bisherigen Lebens, in der sie auch die Traumata und komplizierten Muster ihrer Familie beleuchtet. Ehrlich gesagt konnte ich Belle an vielen Stellen nicht ganz verstehen, einfach weil ich in meinem Leben völlig anders gehandelt und mich vermutlich nie in eine solche Abhängigkeit begeben hätte. Aber genau das macht den Text so echt: Es ist eben ihre ganz persönliche Wahrheit, und genau so habe ich sie auch gelesen und verstanden. Es hat mich tief bewegt zu sehen, wie sie an sich arbeitet, an Profil gewinnt und am Ende ihren ganz eigenen Weg zurück ins Leben findet – auch wenn keineswegs plötzlich alles perfekt ist. Mich hat der Gedanke, dass ein Mensch nach zwanzig gemeinsamen Jahren von heute auf morgen einfach so gehen kann, noch tagelang verfolgt und echt beunruhigt. Natürlich hätte mich auch die Sicht ihres Mannes brennend interessiert, um greifen zu können, wie man so etwas übers Herz bringt. Aber genau das spiegelt das echte Leben wider: Man bekommt schlichtweg nicht immer eine Erklärung.
Die Memoiren basieren auf einer wahren Begebenheit: Nach zwanzig Jahren Ehe bricht für die fünfzigjährige Belle Burden von einer Sekunde auf die andere die Welt zusammen, als ihr Mann aus heiterem Himmel das Ende ihrer Beziehung verkündet. Mitten im ersten COVID-19-Lockdown lässt er sie mit den drei gemeinsamen Kindern im Ferienhaus auf einer Insel zurück und zieht nach New York. Ohne Aussprache oder nachvollziehbare Gründe bleibt Belle in der Isolation zurück. Für sie folgt ein schmerzhafter Prozess und ein extrem mühsamer Weg: die jahrzehntelange Ehe aufzuarbeiten, eigene Abhängigkeiten zu erkennen und sich Schritt für Schritt eine neue Existenz aufzubauen.
Diese Memoiren haben mich tief berührt und eine riesige Palette an Emotionen in mir ausgelöst. Ich habe beim Lesen eine regelrechte Achterbahnfahrt durchgemacht – von fassunglosem Schmerz, Wut und Verwirrung bis hin zu leiser Hoffnung und echter Inspiration.
Der Schreibstil von Belle Burden ist wunderschön, ruhig und unheimlich dicht. Die Geschichte lebt ganz von ihren Innenansichten; es gibt kaum äußere Handlung, was dem Ganzen aber eine immense emotionale Wucht verleiht. Das Entsetzen über diesen eiskalten Verrat hat mich beim Lesen förmlich eingesaugt. Umso bemerkenswerter fand ich, dass der Erzählton nie in die Bitterkeit einer rächenden Ex-Frau abdriftet, die ihren Mann einfach nur verunglimpfen will. Stattdessen bleibt Belle bei der Suche nach Gründen vor allem bei sich selbst.
Es ist eine schonungslos ehrliche Bestandsaufnahme ihres bisherigen Lebens, in der sie auch die Traumata und komplizierten Muster ihrer Familie beleuchtet. Ehrlich gesagt konnte ich Belle an vielen Stellen nicht ganz verstehen, einfach weil ich in meinem Leben völlig anders gehandelt und mich vermutlich nie in eine solche Abhängigkeit begeben hätte. Aber genau das macht den Text so echt: Es ist eben ihre ganz persönliche Wahrheit, und genau so habe ich sie auch gelesen und verstanden. Es hat mich tief bewegt zu sehen, wie sie an sich arbeitet, an Profil gewinnt und am Ende ihren ganz eigenen Weg zurück ins Leben findet – auch wenn keineswegs plötzlich alles perfekt ist. Mich hat der Gedanke, dass ein Mensch nach zwanzig gemeinsamen Jahren von heute auf morgen einfach so gehen kann, noch tagelang verfolgt und echt beunruhigt. Natürlich hätte mich auch die Sicht ihres Mannes brennend interessiert, um greifen zu können, wie man so etwas übers Herz bringt. Aber genau das spiegelt das echte Leben wider: Man bekommt schlichtweg nicht immer eine Erklärung.